Jur beſchichte der Anſtalt
1. Die Schülerzahl
Mit dem Schuljahr 1938/39 trat unſere Anſtalt in das 100. Jahr ihres Beſtehens ein. Am 27. Februar 1839 wurde die neugegründete Realſchule von dem erſten Direktor L. Arzberger mit 22 Schülern eröffnet, zu denen im Laufe des Schuljahres noch 30 neue hinzukamen.
Hundert Jahre ſpäter, am 15. Mai 1938, betrug die Schülerzahl 532, am Ende des Schul⸗ jahres 1938/39: 569.(Am Ende des Schuljahres 1937/38 hat ſie 579 betragen.)
Die Geſamtzahl der Klaſſen betrug 21, im neuen Schuljahr werden es 22 Klaſſen ſein. In die erſte Klaſſe der Oberſchule traten ein: 93 Schüler. Doppelklaſſen waren einge⸗
richtet für die 2., 5., 6. und 7. Klaſſe. Dreifach geteilt waren die 1., 3. und 4. Klaſſe, vierfach die 8. Klaſſe.
2. Das Schulſahr 1938/39
Das Schuljahr 1938/39 begann am Donnerstag, dem 21. April 1938 mit einem Lehrer⸗ rat und den reſtlichen Aufnahmeprüfungen. Vor dem Eintritt in die eigentliche Sitzung begrüßte der Direktor die Lehrerſchaft, insbeſondere die neu hinzugekommenen Amtsgenoſſen, und gedachte der großen politiſchen Ereigniſſe der letzten Zeit, ſowie des überwältigenden Ergebniſſes der Wahl vom 10. April und des Geburtstages des Führers.
Der Anterricht nahm ſeinen Anfang am Freitag, dem 22. April, nachdem die Schüler den Eröffnungsgottesdienſt in den Kirchen der beiden chriſtlichen Konfeſſionen beſucht hatten. Darnach fand die Flaggenhiſſung ſetatt. Ihr folgte eine Anſprache des Direk⸗ tors; er begrüßte beſonders die neu eingetretenen Schüler, gedachte der gewaltigen Geſcheh⸗ niſſe der letzten Zeit und wies anläßlich des am Tage vorher gefeierten Geburtstages des Führers auf ſein Leben und unermüdliches Arbeiten für ſein Volk hin, dem nachzuſtreben die vornehmſte Pflicht der deutſchen Jugend iſt.
Die Sommerferien dauerten vom 9. Juli bis 7. Auguſt. Die Herbſtferien, die ſich altem Herkommen zufolge in der Binger Gegend nach der Weinleſe richten, wurden ein⸗ heitlich für alle Binger Schulen auf die Zeit vom 6. bis 23. Oktober feſtgeſetzt. Die Weih⸗ nachtsferien begannen am Donnerstag, dem 22. Dezember, und dauerten bis 8. Januar 1939. Die Oſterferien wurden mit Rückſicht auf die Schüler aus dem nichtheſſiſchen Gebiet auf die Zeit vom Donnerstag, dem 30. März, bis Sonntag, den 16. April, verlegt.
Hitzfrei war am 22. und 25. Juni nach 12 Ahr, am 7. Juli nach 12 Ahr und nach⸗ mittags, am 8. Juli nach 12 Ahr, am 8. Auguſt nach 12 Ahr und nachmittags, am 9. Auguſt nachmittags.
Zu der im Herbſt ſtattfindenden Reifeprüfung meldeten ſich 25 Schüler; davon wurden 8 nicht zugelaſſen, 3 wurden von der mündlichen Prüfung zurückgewieſen. Die münd⸗
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