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tung des Körpers und der Feder.— Das kleine und große Alphabet der deutſchen Schrift, Schreiben von Wörtern und Sätzen nach der Heckmann’'ſchen Methode. b) Engliſches Schönſchreiben, 2 Stunden wöchentlich bei Reallehrer Hillebrand: Die nämlichen Uebungen in engliſcher Schrift. 2. Zeichnen, 2 Stunden wöchentlich bei Reallehrer Mühr. 1. Untere Abtheilung: Die Elemente des Zeichnens nach der Kumpa’'ſchen Methode. Die leichteren Tafeln der erſten Abtheilung wurden von allen Schülern gemeinſchaftlich gezeichnet.. 2. Obere Abtheilung: Gemeinſchaftliches Zeichnen der leichteren Tafeln der zweiten Ab⸗ theilung.— Leichte Landſchaften, Geräthe u. dgl. in einfachen Umriſſen nach Vorlegeblättern.. 3. Turnen, nur im Sommer, 2 Stunden wöchentlich unter der Leitung des Directors: 1) Frei⸗ übungen nach Spieß: Fußübungen; Arm⸗ und Handübungen; Gehen und Laufen.— 2) Leichtere Uebungen
am Barren. Dritte Claſſe.
Claſſenführer: Reallehrer Würth. (Einjähriger Curſus. Alter der Schüler am Ende des Schuljahres: 11—13 Jahre.)
A. Religidn.
I. Für die katholiſchen Schüler 3 Stunden wöchentlich bei Kaplan Herke, gemeinſchaftlich mit denen der zweiten Claſſe.
1. Katechismus, ſiehe vierte Claſſe, dazu ſchriftliche Aufgaben.
Beſonderer Erſtcommunicanten⸗Unterricht ſeit Neujahr, 4 Stunden wöchentlich, in Verbindung mit den betreffenden Schülern der zweiten und erſten Claſſe.
2. Bibliſche Geſchichte: Die ſchwierigeren Stücke des alten und neuen Teſtamentes.
II. Für die evangeliſchen Schüler, gemeinſchaftlich mit denen der zweiten Claſſe, 2 Stunden wöchentlich bei Pfarrer Hof.
1. Katechismus: Sittenlehre Hauptſtück I und II.
2. Bibliſche Geſchichte: Die altteſtamentlichen Erzählungen nach Schuknechts Geſchichten und Lehren aus der heiligen Schrift von§. 1 bis§. 89..
III. Die israelitiſchen Schüler beſuchten den Religionsunterricht und Gottesdienſt ihrer Gemeinde.
B. Sprachen.
1. Deutſche Sprache, 4 Stunden wöchentlich bei dem Claſſenführer.
1) Grammatik: Der erweiterte Satz; Betrachtung der Redetheile, beſonders der veränderlichen; nach Heyſe's Leitfaden.— 2) Leſeübungen und Memoriren von Gedichten aus Wagner's Lehren der Weisheit und Tugend.— 3) Orthographiſche Uebungen; Beſchreibungen, Erzählungen und Uebertragungen als ſchriftliche Hausarbeiten.
2. Franzöſiſche Sprache, 4 Stunden wöchentlich bei Reallehrer Hillebrand.
Declination der Fürwörter in Verbindung mit fortgeſetzten Conjugations⸗Uebungen. Lectüre in zu⸗ ſammengeſetzten Sätzen. Sprechübungen. Nach Hillebrand's III. Curſus von Nr. 1— 187. Nr. 714 bis zu Ende. Nr. 703—713.
3. Engliſche Sprache(celativ obligatoriſch für Schüler, welche nicht an dem Unterricht im La⸗ teiniſchen Theil nehmen), in Verbindung mit der zweiten Claſſe wöchentlich 2 Stunden bei Reallehrer H illebrand:
Einübung des Walker'ſchen Syſtems. Das Wichtigſte aus der Formenlehre in Verbindung mit leichten Sprechübungen nach Hillebrand's Uebungsbuch von Nr. 1—158.
4. Lateiniſche Sprache(Lelativ obligatoriſch für Schüler, welche an dem Unterricht in der eng⸗ liſchen Sprache nicht Theil nehmen), für 5 Schüler in Gemeinſchaft mit 2 Schülern der II. Claſſe 3 Stunden wöchentlich bis zum 18. Auguſt bei Kaplan Jöſt, ſeitdem bei Kaplan Joſeph Engelhardt.
1. Grammatik nach Siberti: Die Declinationen der Subſtantiva und Adjectiva der I., II. und III. Declination; Genusregeln; das Verbum der I. Conjugation im Activ; das perſönliche Pronomen; Präpoſitionen. 2. Ueberſetzungen aus Schönborn, I. Curſus:§§. 1—34.
C. Realwiſſenſchaften.
1. Geograpbie, 1 Stunde wöchentlich bei dem Director: Gebirge und Flußgebiete Deutſch lands; Ueberſicht der Küſtengeſtaltung und der Länder Europa's, nach Schacht's Schulgeographie.— Gezeich net wurden: Gebirgs⸗ und Flußkarten Deutſchland's und die Staatenkarte Deutſchland's.
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