Jahrgang 
1927
Einzelbild herunterladen

lIm Diskuswerfen Ludwig Donges den 1. Preis(29,85 m) 5, Erich Bauer 2.(26,35 m) Friedrich Wilh. Bosch 4.(24,30 m) 4 100 m Eilbotenlauf: 1. Staffel(Stäcker, Achenbach, Balzer, Geiß) 1.(48,2 Sek.) 4 100 m Eilbotenlauf: 2. Staffel(Müller, Seelig, Brühl, Bauer) 2.(49,4 Sek.)

4 Werkunterricht.

Zu Beginn des Schuljahres übernahm das Realgymnasium, worauf schon im vorjährigen Schulbericht hingewiesen worden ist, durch Studienassessor Dr. Nold einen Teil des Mustergartens des Obst- und Gartenbauvereins. Die praktische Betätigung wirkte sich von nun an ganz im Schulobstgarten aus, sodass im Sommerhalbjahr ein Werkstattunterricht im Schulgebäude nicht stattfand. Im Herbste wurden die beiden im Neubau gelegenen Räume für den Werkunterricht bezogen Im Winter bildete sich eine kleinere Arbeitsgruppe, die die laufende Reparaturarbeit, soweit es anging, übernahm Im Sommerhalhjahr waren für Gartenarbeit 2 Stunden festgesetzt. Die Mehrarbeit wurde durch freiwillige Mitarbeit der Schüler über die festgesetzten Stunden hinaus geleistet. Im Winterhalbjahr waren keine besonderen Stunden für Werkunterricht angesetzt, da die Zeit durch die Vorbereitung der kommenden Reifeprüfung beschränkt war.

l. Bericht über die Lehrer.

Mit Beginn des Schuljahres trat der ak Zeichenlehrer Kroppenstedt in das Kollegium der Anstalt ein. Ausserdem wurden der Anstalt überwiesen die Assessoren Dr. Meilinger und Dr. Linde- mann und ab 1. August Dr. Meister. Oberschullehrer Dopke wurde zum 1 Juli zum Studienrat ernannt und nach Beuthen, O-S, versetzt Franz Kroppenstedt, geb. am 27. 7. 1898 zu Berlin, besuchte nach seiner Schulentlassung die Präparandenanstalt in Schmiedeberg i. Riesengeb. und anschließend das Seminar in Steinau a. Od. Dezember 1916 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen. Er vollendete seine Seminarausbildung nach Beendigung des Weltkrieges am Seminar in Schweidnitz und trat nach Ablegung seines Lehrerexamens (November 1919) im Januar 1920 in den öffentlichen Schuldienst und zwar an der ev. Niederschule in Waldau O./L. Im September 1921 bestand er sein 2. Examen und wurde 1922 24 beurlaubt, studierte an der Universität Berlin Kunstgeschichte und besuchte die staatliche Kunsthochschule zwecks Aus- bildung als Zeichenlehrer für höhere Lehranstalten. Nach Ablegung seines diesbezüglichen Examens übernahm er wieder seine frühere Stelle, um dann zum 1. 4. 1926 die ihm vom Provinzialschulkollegium angetragene Oberschullehrerstelle als Fachlehrer des künstlerischen Unterrichts am Realgymnasium zu Biedenkopf kommissarisch zu übernehmen. Vom 1. 7. 1926 ab wurde ihm diese Stelle endgültig übertragen.

An einem Gallenleiden erkrankte Studiendirektor Dr. Paulus während der Weihnachtsferien so schwer, dass er sich einer Operation unterziehen musste. Infolgedessen konnte er seinen Dienst im letzten Vierteljahre des Schuljahres 26/27 nicht wieder aufnehmen. Voraussichtlich dürfte er erst nach den kommenden Sommerferien soweit hergestellt sein, um in den Bereich seiner früheren Tätigkeit zurückzukehren.