1.
— 114—
III. Chronik der Schule. Die Eröffnung der Schule fanl am Montag. den 23. Märk 1891, in üblicher Weise unter Bekanntmachung der Schulgesetze statt: auch wurden die neu eintretenden Schüler durch landschlag verpflichtet. Der Uinterricht wird am Mittwoch, den 6. April d. J., geschlossen werden. Die Ferien waren: Osterferien: von Samstag, den 22. März, bis Mittwoch, den 8. April. Pfingstferien: von Samstag, den 16. Mai, bis Sonntag, den 24. Mai.
Grosse Ferien: von Montag, den 17. August, bis Samstag, den 22. September.
Weihnachtsferien: von Sonntag, den 23. Dezember, bis Sonntag, den 6. Januar 1892.
. Mit Beginn des Sommerhalbjahres wurde für den wegen Kränklichkeit beurlaubten Rektor
llerr Esau mit Stellvertretung betraut, sowie Herr Pfarrer Matthäus für Erteilung des Religionsüunterrichts in den oberen Klassen gewonnen. Auch wurde Herr Dr. Wilken für das ganze Schuljahr beurlaubt, und mit Stellvertretung Herr Flach beauftragt.
Verfügung vom 7. August 1888 teilt einen Ministerial-Erlass mit, wonach Se. Majestät der Kaiser und König wünscht, dass in sämtlichen Schulen der Monarchie die Geburts- und Todestage der in Gott ruhenden Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. als vaterländische Ge- denk- und Erinnerungstage begangen werden.
Am 8. Juli unternahmen die Schüler einen weiteren Ausflug. Die Tour ging von hier per Bahn nach Raumland; von dort ward eine Fusstour bis zum Kahlen Astenberg ausgeführt und in Winterberg übernachtet. Am nächsten Morgen marschierte man von Winterberg nach Ifallenberg. Nach kurzer Rast ging es nutf Leiterwagen bis Frankenberg, von da per Eisen- bahn nach Biedenkopf.
Am 20. Juli wurde Herrn Gymnasiallehrer Esau von der hohen Unterrichtsbehbrde der Titel Oberlehrer verliehen.
Mittwoch, den 25. November, fand unter Beteiligung der Herren Lehrer und der Schüler, sowie der ganzen Bevölkerung der Stadt die Linweihung der neuen Stadtkirche statt.
Zur PFeier des Geburtstages unseres Kaisers und Königs fand am Mittwoch, den 27. Januar, in der Aula der Anstalt, vormittags 11 Uhr, eine Festfeier statt. Die Festrede hielt Herr Gymnasiallehrer Moureau.
Vom 22. bis 26. Januar wurden die schriftlichen Arbeiten von den Abiturienten Géèorg Schmidt und Albert Jüngst angefertigt.
Der Gesundheitszustand im Lehrerkollegium war leider ein nicht günstiger. Herr Dr. Wilken musste Krankheitshalber ein Jahr, und der Rektor ein halbes Jahr beurlaubt werden.


