Jahrgang 
1914
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Besondere Unterrichtseinrichtungen.

Die Schule besitzt einen botanischen Garten, in dessen einer Hälfte die Vertreter der wichtigsten natürlichen Familien beetweise, und in dessen anderer Hälfte die Pflanzen nach biologischen Gesichtspunkten in natürlichen Lebensgemeinschaften angebaut sind. In einem Betonbecken mit Wasserzu- und-abfluß sind Wasser- und Sumpfpflanzen, auf dem an einer Seite sich anlehnenden Hügel Felsenpflanzen, Nadel- hölzer u. a. m., in einer Ecke Wald-, in einer andern Obstbäume, ferner die wichtigsten Sträucher, dann Giftpflanzen, medizinisch wichtige Gewächse, Kletterpflanzen usw. in Gruppen angesiedelt. Auf dem Schulhofe sind Vertreter der häufigsten Bäume an- gepflanzt. In der Mitte des Gartens ist eine Unterrichtshalle untergebracht. So konnte der botanische Unterricht meistens im Freien unter weitgehender Ausnutzung des vor- handenen Pflanzenmaterials erteilt werden. Die Schüler lernen bei richtiger Aufmerk- samkeit und entsprechendem Interesse viel mehr als beim gewöhnlichen Klassen- unterricht. Sie finden so auch vielfach Gelegenheit zur Beobachtung des Tierlebens (hauptsächlich Insekten und Wassertiere). Durch Unterhaltung von Aquarien und Terrarien war es ferner auch im Winter möglich, manche Tiere im Unterricht lebend zu zeigen und in großen Gläsern zirkulieren zu lassen. Für die Fütterung der Aquarien- und Terrarientiere haben die Schüler mit Eifer gesorgt. Für die Beobachtung mikroskopischer Objekte hat sich die Mikroprojektion besonders bewährt. Mit Hilfe einer von A. Krüß in Hamburg bezogenen Lampe und der zugehörigen Apparatur (Universalbogenlampe nach Prof. Classen), welche den Vorteil des feststehenden Licht- punktes mit der Horizontalstellung des Mikroskoptisches vereinigt und dadurch erst eine günstige Mikroprojektion bis zu ca. 2000 facher Schirmvergrößerung ermöglicht, wurden kleine Krebse, Insektenlarven, Algen, Urtierchen, rote Blutkörperchen u. dgl. m. lebend projiziert. Seit Ostern wurden fast alle Biologiestunden in dem im vorigen Jahre eingerichteten biologischen Lehrzimmer erteilt, welches mit Experimentiertisch und Projektionsapparat ausgerüstet ist und neben einem großen Sammlungsraum liegt, sodaß das vorhandene Anschauungsmaterial weitgehend ausgenutzt werden konnte.

Technischer Unterricht.

Turnen: Geturnt wurde in 7 Abteilungen in wöchentlich je 3 Stunden, in Abteilung I mit 24(23) Schülern, in Abteilung II mit 39(36) Schülern, in Abteilung III mit 41(40) Schülern, in Abteilung IV mit 27(29) Schülern, in Abteilung V mit 33 Schülern, in Abteilung VI mit 34(35) Schülern, in Abteilung VII mit 50 (48) Schülern.

U. I. und O. II., 3 Std. Frei-, Ordnungs-, Marsch- und Laufübungen. Geräte- turnen, auch an kombinierten Geräten. Volkstümliche Ubungen. Spiele, hauptsächlich Schlagball. Brücher.

U. II. Rg. und R., 3 Std. Frei-, Ordnungs-, Stab-, Marsch- und Laufübungen, Ubungen an Reck, Barren, Pferd, Kasten, Leitern, Klettergerüst, Schaukel- reck und Schaukelringen. Volkstümliches Turnen. Turnspiele. Steffe.