Jahrgang 
1930
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7. Schulfahrten und Spaziergänge. Monatsſpaziergänge am 10. Mai, 24. Juni(Jugendtag), 28. Auguſt, 26. September, 29. November, 16. Dezember, 27. Januar, 14. Februar, 31. März. Tagesausflug am 12./13. Juni.

8. Hitzfrei war am 28. Mai, 19. Juni, 20. Juni, 4. Juli, 12. Juli, 29. Au⸗ guſt, 30. Auguſt, 31. Auguſt, 2. September, 3. September, 4. September, 6. September.

9. Die Leibesübungen erfreuen ſich unter der Leitung von Herrn Turn⸗ oberlehrer Klenkeiner eifrigen Pflege unſerer Schüler.

a) 24. Juni(Jugendtag): Nach gemeinſamen Abmarſch machten wir am Kreuz bei Schönberg kurze Raſt. Die Anſprache des Herrn Amtsgenoſſen Dr. Berg über Das Wandern und Jugendherbergswerk war eingerahmt von Chören der Primen. Dann fanden wir uns, wie in früheren Jahren, auf dem ſchattigen Schönberger Spiel⸗ platz ein, wo durch volkstümliches Turnen und Bewegungsſpiele aller Klaſſen unter der Leitung von Turnoberlehrer Klenk viel Unterhaltung geboten wurde; eine kleine Preisverteilung beſchloß den Wandertag.

b) Auch außerhalb des planmäßigen Turnunterrichts wurden im Einverſtänd⸗ nis mit der Schulleitung mehrere Wettſpiele(im Handball) vereinbart, bezw. Ein⸗ ladungen hierzu angenommen. So ſpielten unſere Spielmannſchaften mit dem Akade⸗ miſchen Sportklub Darmſtadt, der Liebigs⸗Oberrealſchule Darmſtadt, dem Gymnaſium Worms, Reformrealgymnaſium Weinheim, Gymnaſium Bensheim. Mit Ausnahme des Vorſpiels gegen die Liebigs⸗Oberrealſchule wurden alle zu Gunſten unſerer Schüler entſchieden.

c) Auch das Schwimmen wurde innerhalb des Turnunterrichts von allen Schülern ohne Ausnahme gepflegt. Das hier erſtrebte Ziel, daß jeder Schüler, ſoweit vom Arzte nicht völlige Befreiung ausgeſprochen iſt, des Schwimmens kundig iſt, iſt in dieſem Jahre erreicht worden; die Ergebniſſe laſſen die Hoffnung berechtigt erſchei⸗ nen, daß es auch künftig ſo bleibt.

d) Bei den Reichsjugendwettkämpfen errangen unſere Schüler 11 Ehrenurkunden des Reichspräſidenten und 77 andere Urkunden. Schon ſeit Jahren ver⸗ binden wir mit den Reichsjugendwettkämpfen gleichzeitig Klaſſenwettkämpfe mit denſelben Forderungen, an denen alle Schüler teilnehmen; dieſe Wettkämpfe bedeu⸗ ten eine allgemeine Leiſtungsprüfung, deren Ergebnis über 50% aller Schüler wur⸗ den Sieger als recht gut genannt werden darf.

e) Da wir 3 Jahre hintereinander Beſitzer desHeſſenbanners des heſſi⸗ ſchen Philologenvereins waren, haben wir uns im vergangenen Jahre aus freien Stücken an den Schlagballwettſpielen der heſſiſchen höheren Schulen nicht beteiligt. Wir ließen uns dabei von der Abſicht leiten, daß gerade dieſes wertvolle Spiel mehr und mehr auch in den anderen Schulen ſich einbürgere und die Luſt und Liebe geweckt werde, daß auch die übrigen heſſiſchen Schulen ſich um dieſen Preis bemühen.

10. Schulfeiern. 17. Auguſt Verfaſſungsfeier.

Vortragsfolge: 1. Marſch ausDie Ruinen von Athen v. Beethoven (für zwei Klaviere zu 8 Händen).

2. Männerchor: Heimat u. Vaterland v. Göpfart 3. Gedichtvortrag: a) John Maynard v. Th. Fontane b) Beutſchlud v. Fr. Lienhard 4.Schön Rosmarie(Violinſolo m. Klavierbegleitung) v. Kreisler

5. Feſtanſprache des Direktors 6. Chor:Minnelied(1240) v. Adam de la Hale 7. Gedichtvortrag: a)Bruder, deine Hand v. Karl Bröger b)Gelöbnis v. Karl Bröger 8. Klaviervortrag:Lied ohne Worte v. Tſchaikowsky 9. Zwei Männerchöre: a)Roſe im Tal v. Hummel b)Morgenwanderung v. Klauer

10. Deutſchlandlied.