Erziehung aber verdanken unſere Schüler in der Hauptſache unſerem tüchtigen Turn⸗ lehrer Herrn Klenk.
Bei unſeren Tagesausflügen unternahmen eine Anzahl Klaſſen eine Rheinfahrt, während andere ſich in die bairiſche Pfalz, in den Odenwald und an den Neckar begaben. Eifrige Pflege fand der Verein für das Deutſchtum im Auslande in unſerer Jugend⸗ gruppe. An der Pfingſtfahrt nach Hirſchberg nahmen 3 Schüler unſerer Anſtalt unter Leitung des Herrn Prof. Spilger teil und eine größere Veranſtaltung am 30. Juni in unſerer Turnhalle bleibt den Teilnehmern wohl in dauernder Erinnerung.
Von Schulfeſtlichkeiten nennen wir die Feier des Jugendtages am 24. Juni in Geſtalt eines gemütlich verlaufenen Sportfeſtes auf dem Schön⸗ berger Sportplatz und die Gedächtnisfeierfür die Verſtorbenen am 19. November 1926, wobei Herr Klenk eine ungemein packende Rede hielt. Am 12. Deezember 1926 boten unſere Schüler ihren Eltern eine Feierſtunde, wobei ſie ihr muſikaliſches, dekla⸗ matoriſches und darſtelleriſches Können zu zeigen vermochten.
Bei dieſer Gelegenheit fand auch eine Ausſtellung von Arbeiten des Handfertig⸗ keitsunterrichtes ſtatt, die allſeitig reichen Beifall fand.
Die ſeit ein paar Jahren wieder übliche Beſcherung in der Tiſchgemeinſchaft fand auch in dieſem Jahre wieder ſtatt. Jeder jugendliche Teilnehmer wurde dabei mit einem kleinen aber feinen Geſchenke bedacht. Den Stiftern auch an dieſer Stelle nochmals unſeren Dank. Bei Kaffee und Kuchen verlebten die Anweſenden noch eine gemütliche Stunde der Weihnachtsvorfeier.
Rein auf das Muſtkaliſche, das ja an unſerer Anſtalt hervorragend gepflegt wird, war unſere Entlaſſungsfeier am 19. März eingeſtellt. Orcheſter, Chor und Soliſten leiſteten unter der fachmänniſchen Leitung des Herrn Muſikdirektors ganz Vor⸗ zügliches. In ſeiner Abſchiedsrede ſprach der Direktor über akademiſche Freiheit.
Von einer gemeinſamen Peſtalozzifeier ſahen wir ab, weil wir ſchon bei der Ent⸗ laſſungsfeier der letzten Seminariſten im vergangenen Jahre den Manen Peſtalozzis gehuldigt hatten. Dagegen hielten wir eine in ihren muſikaliſchen Darbietungen wohl gelungene Beethovenfeier am 26. März ab. Herr Dr. Kanz ſprach in an⸗ ziehender Weiſe über den Fürſt im Reiche der Töne.
Am 4. März beehrte Herr Geh. Rat Dr. Flöring zwecks Viſitation des evangel. Religionsunterrichts die Anſtalt mit ſeinem Beſuche.
Für die nachfolgend verzeichneten Geſchenken ſagt die Direktion nochmals beſten Dank. Sämereien, Pfropfreiſer und Pflanzen für den Schulgarten verdanken wir dem Inſtitut für Vererbungslehre in Berlin⸗Dahlem, den Botaniſchen Gärten in Darmſtadt, Gießen und Heidelberg, der Obſt⸗ und Weinbauſchule Oppenheim(Herr Inſpektor Zehn⸗ bauer), Frau Gärtnereibeſitzer Kindler⸗Bensheim, Herrn Prof. Dr. Lenz, München, Herrn Prof. Dr. Funk, Gießen und Herrn Herrn Hofgärtner Krämer in Schönberg. Frau Dr. Schäfer in Heppenheim ſchenkte eine Anzahl wertvoller Gartenbücher.
Und nun zum Schluſſe noch eine Bitte an die Eltern! Die unange⸗ nehmſte Aufgabe der Direktion iſt das Eintreiben des Koſtgeldes, weil da keinerlei Nachläſſe möglich ſind, da unſere Küchengemeinſchaft auf Gegenſeitigkeit begründet iſt. Die Schüler und nicht der Staat erhalten die Küchengemeinſchaft. Nachläſſe von Koſt⸗ geld müßten alſo die andern Schüler tragen. Von dieſen ſind aber keine ſo geſtellt, daß ihre Eltern auch noch für die andern zahlen könnten. Alſo daher die dringende Bitte der Direktion, doch recht pünktlich das Koſtgeld, ſoweit ſolches zu entrichten iſt, zahlen zu wollen. Dr. Ledroit.


