Jahrgang 
1926
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tum im Auslande wurde von Herrn Kollegen Eggert unter ihnen gegründet. Gar manche Anregung ward unſeren Schülern auch noch außerhalb des eigentlichen Schulbetriebes durch Beſuch von Lichtſpielvorführungen und von Muſeen ſvwie durch Tagesausflüge. Beſonders ſei der Beſuch der Jubiläumsausſtellung in Mainz erwähnt.

Die üblichen Feſtlichkeiten wurden auch in dieſem Schuljahre gefeiert, ſo am 24. Juni der Jugendtag, wobei die Reichsjugendwettkämpfe ausgefochten wurden. 76 Schüler entſprachen den geſtellten Anforderungen und erhielten die entſprechenden Urkunden mit der Unterſchrift des Reichspräſidenten. Bei der Fahrt des Reichspräſidenten v. Hindenburg durch Süddeutſchland beteiligte ſich das Internat bei der Begrüßung auf dem Bensheimer Bahnhofe, während einige Klaſſen am nächſten Tage zu den Feierlichkeiten nach Darmſtadt fuhren.

Im Anſchluß an die Pfingſtferien ging eine Gruppe Schüler unter der Führung des Herrn Kollegen Spilger zur großen Jugendtagung des Vereins für das Deutſchtum im Aus⸗ land in Kufſtein.

In Erwiderung dieſer Fahrt kehrte eine Kärtnergruppe bei ihrer Reiſe durch Heſſen auch in Bensheim ein, bei ihrem Empfange und ihren Darbietungen am 19. und 20. Auguſt nahm daher auch unſere Schule teil.

Bei der Gartenbauausſtellung, die im Herbſte ſtattfand, erkannte man allgemein die Gruppe, die Herr Kollege Spilger mit Hilfe ſeiner Schüler ausgeſtellt hatte, es waren in der Hauptſache lebende Pilze, als die beſte an. Die vom Landesamte vorgeſchriebene Ver⸗ faſſungsfeier ſowie die Feier des Gedächtniſſes der im Weltkriege Gefallenen fanden in würdiger Weiſe ſtatt. Bei der erſten hielt Herr Kollege Gutzler und bei der letzteren Herr Kollege Kanz die von Geſängen und Deklamation umrahmte Feſtrede. Am Nikolaustage kamen die Angehörigen der Küchengemeinſchaft zu einem gemütlichen Stündchen zuſammen.

Recht große Freude erregte unſere Weihnachtsfeier mit anſchließender Beſcherung. Im Mittelpunkte der Feier ſtand ein modernes Krippenſpiel, bei deſſen Aufführung unſere Schüler großes dramatiſches Können verrieten. Zweimal wurde das Spiel in unſerer Turnhalle und einmal im deutſchen Hauſe zum Beſten der Kinderhilfe aufgeführt, bei welcher Vorführung 300 Mark für den guten Zweck erlöſt wurden. Der Erlös der beiden erſten Vorführungen und andere Stiſtungen, insbeſondere der Herren des Lehrkörpers, ermöglichten es, zum erſten Male wieder, eine Weihnachtsbeſcherung wie im Frieden abzuhalten. Jeder Teilnehmer der Küchengemeinſchaft bekam ein hübſches Weihnachtsgeſchenk. Bei Kaffee und Kuchen verbrachten Gäſte, Lehrer und Schüler einen gemütlichen Abend.

Zwei Monate ſpäter begingen wir eine Feier mehr wehmütigen Charakters, die Ent⸗ laſſung der letzten Abiturienten des Seminars. Zahlreiche Gäſte, namentlich Lehrer, hatten ſich dazu eingefunden. Die inſtrumentalen und geſanglichen Darbietungen Meiſter Döberts waren auf der Höhe, ſodaß die Abſchiedsfeier zugleich noch einmal eine glanzvolle künſtleriſche Leiſtung des Seminars darſtellte. Der Schwanengeſang des Seminars verlief würdig. Auch die Vorführung des Theaterſtückes:Peſtalozzis Armenſchule in Neuhof, das Herr Kollege Gutzler ſorgfältig einſtudiert hatte, fand wohlverdienten Beifall. Den Damen, die hier und an Weihnachten mitwirkten, nochmals beſten Dank.

In der Schlußrede gab der Direktor zunächſt einen kurzen Uberblick über die Entwickelung des Seminars in den 105 Jahren ſeines Beſtehens, um dann zuerſt im allgemeinen und dann wieder ſpeziell für Heſſen zu zeigen, was wir den Seminarien bezüglich des Volkswohles ver⸗ danken. Er ſchloß mit den Worten:Immer muß ich wieder an den grimmen Hagen denken,