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Ausflüge und Beſichtigungen.
Im laufenden Schuljahre wurden gewohntem Brauche nach wieder mehrtägige Kus⸗ flüge unternommen.
Am 21. Juni fuhr unter Begleitung des Direktors die Unterklaſſe über Offenburg durch den Schwarzwald nach Konſtanz, wo am Abend noch genügend Zeit zur Beſich⸗ tigung des Rathauſes, des Münſters, des Seeufers und zum Beſuch des RKonzertes im Seegarten verblieb. Am folgenden Morgen wurde früh die Fahrt mit dem Dampfboot nach der Inſel Mainau unternommen und nach der Rückkehr von dieſem Kusfluge der Mittag mit einem Beſuche des Rheinfalles bei Schaffhauſen ausgefüllt. Eine intereſſante Reiſe über Immendingen und durch das romantiſche obere Donautal brachte die Klaſſe nach Sigma⸗ ringen, das herberge bieten ſollte. Nach Beſichtigung dieſer idylliſchen Stadt mit ihrem wundervollen Fürſtenſchloſſe wurde am nächſten Tage der Beſuch der anderen hohenzoller⸗ ſchen Stammburg bei hechingen ausgeführt. Die Klaſſe, die dann noch mehrere Stunden in Tübingen zubringen konnte, übernachtete in Reutlingen.
Der 4. und letzte Reiſetag war ausgefüllt durch einen Ausflug nach Burg Lichtenſtein, den Beſuch der Olgahöhle in Honau, durch einen öſtündigen Aufenthalt in Cannſtadt und Stuttgart durch die Fahrt durchs Reckartal ſowie eine kurze Beſichtigung der Sehenswür⸗ digkeiten der altertümlichen Stadt Wimpfen.
Die Mittelklaſſe trat, durch profeſſor Geißler geführt, erſt am 22. Juni die Reiſe an und fuhr über Ludwigshafen— Reuſtadt nach Weißenburg, wo ſie am Vormittag das Schlachtfeld beſichtigte. über Wallburg führte die Eiſenbahn die Klaſſe nachmittags nach Wörth a. d. S., dem hauptziele ihres erſten Reiſetages.
Die Beſichtigung des Kaiſer Friedrich⸗Denkmals, den Schlachtfeldes mit den vielen Denk⸗ mälern, der Orte Fröſchweiler und Elſaßhauſen mit ihren denkwürdigen Erinnerungen an eine große Seit und die Eiſenbahnfahrt nach Sabern bildeten ein ſehr reiches Programm für einen Tag.
NRachdem man in abern übernachtet und in den frühen Morgenſtunden des zweiten Tages den Rhein⸗Marne⸗Kanal ſowie die alte Burg hohbarr beſichtigt hatte, ging die Reiſe mit der Bahnweiter nach Otrott. DVon hier auswurde der Odilienberg beſtiegen, der mit den gewaltigen überreſten der heidenmauer und dem Kloſter auf ſeinem Gipfel den Wanderern viel des Intereſſanten zu bieten hatte.
Der Kbſtieg führte zunächſt über den Mennelſtein und, da ein Gewitter auszubrechen drohte, der Nähe wegen über die Ruine Landsberg hinab nach Barr. Das gaſtliche „Bad Bühl“ und das rote haus konnten auch unangemeldet die Wanderer zur ö3ufrie⸗ denheit beherbergen..
Am 3. und letzten Reiſetag wurde nach kurzer Bahnfahrt noch am Vormittag die alte elſäſſiſche Stadt Schlettſtadt mit ihren altertümlichen Bauten beſucht. Gegen 10 Uhr wurde die Fahrt nach Straßburg angetreten, für das dann der ganze Rachmittag zur Ver⸗ fügung ſtand. Die hauptſehenswürdigkeiten wurden in etwa 7 Stunden betrachtet und um 7 Uhr die heimfahrt nach Bensheim unternommen.
Die Oberklaſſe wurde bei ihrem Ausfluge von Oberlehrer Dr. Spilger geführt. Sie fuhr am 21. Juni über Stuttgart nach Friedrichshafen, beſtieg daſelbſt das Schiff und ge⸗ langte nach prachtvoller Fahrt, auf welcher die Klpen ſichtbar waren, gegen Abend nach Bregenz. Don dem Gebhardsberg hatten die Wanderer bei Sonnenuntergang einen hüb⸗ ſchen Blick auf die Rheinmündung, den Bodenſee und die umliegenden Dörfer.
Der zweite Reiſetag wurde ausgefüllt durch die Fahrt nach Bludenz und die Fuß⸗ wanderung über Brand nach der Douglashütte, wo der Gaſtwirt Kegele in ſehr entgegen⸗ kommender Weiſe Speiſen, Getränke und Rachtquartier zu mäßigen Preiſen berechnete.
Geſtärkt durch eine wohlverdiente Rachtruhe wurde am dritten Tage über das Vera⸗ jöchel, den Ofenpaß die Fußwanderung nach Tſchagguns ausgeführt.


