Jahrgang 
1896
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b) Geometrie, wöchentlich 2 Stunden, nach dem Lehrbuch der Elementar⸗Mathematik von Dr. Wittſtein: Geometriſche Anſchauungslehre; vom Punkt, von den geraden Linien und Winkeln; von den Parallelen; Dreieck, Viereck und Polygon; Aufgaben über Verwandlung,

Teilung und Berechnung der Figuren. Schrod. 5. Geſchichte, wöchentlich 2 Stunden, nach Andrä, Grundriß der Weltgeſchichte: Ge⸗ ſchichte des Altertums. Lenhart.

6. Geographie, wöchentlich 2 Stunden, nach der Schulgeographie von A. Kirchhoff:

Auüſtralien, Amerika, Afrika und Aſien nach phyſiſchen, politiſchen und ſtatiſtiſchen Verhältniſſen. Im Sommerhalbjahr Höbert, im Winterhalbjahr Werner.

7. Naturkunde, a) Naturgeſchichte, wöchentlich 2 Stunden, nach R. Waebers Lehr⸗ buch für den Unterricht in der Botanik und der Flora von Doſch und Scriba: Grundzüge der Hiſtologie und Morphologie der Pflanzen, Beſchreibung einer größeren Anzahl in hieſiger Gegend wild wachſender Pflanzen; einige Pflanzenfamilien; Linnéſches Syſtem; Anleitung zum Beſtimmen der Pflanzen und zur Anlage eines Herbariums. Lehre von dem Bau und den Verrichtungen des menſchlichen Körpers; Pflege und naturgemäße Behandlung desſelben, mit Benutzung von Dr. E. BocksBau, Leben und Pflege des menſchlichen Körpers, Im Sommer Erkurſionen.

b) Phyſik, wöchentlich 1 Stunde, nach R. Waebers Lehrbuch für den Unterricht in der Phyſik: Gleichgewicht und Bewegung der feſten, tropfbar⸗flüſſigen und gasförmigen Körper mit Experimenten; einiges aus der Wärmelehre; Dampfmaſchine.

c) Chemie, wöchentlich 1 Stunde, nach R. Waebers Leitfaden für den Unterricht in der Chemie; Vorbegriffe; die häufiger vorkommenden und wichtigen Metalloide mit Berückſichtigung der hierher gehörigen Minerale. Buxbaum.

8. Franzöſiſche Sprache, wöchentlich 3 Stunden, nach Plötz' Schulgrammatik der fran⸗ zöſiſchen Sprache: Lektion 1 bis 25. Formenlehre der regelmäßigen und unregelmäßigen Verben. Zahlreiche ſchriftliche Ubungen. Geleſen wurde aus desſelben Verfaſſers franzöſiſcher Chreſtomathie verſchiedene dem Standpunkte der Klaſſe entſprechende Stücke.

Im Sommerhalbjahr Kleinſchmidt, im Winterhalbjahr AMerner.

9. Schönſchreiben, wöchentlich 2 Stunden: Deutſche und lateiniſche Currentſchrift unter Rückſichtnahme auf den Schönſchreibunterricht in der Volksſchule. Höbert.

10. Zeichnen, wöchentlich 2 Stunden; Gerad- und krummlinige Figuren aus der II. und III. Abteilung der Kumpa'ſchen Zeichenvorlagen. Umriſſe nach einfachen Vorlagen von

Herdtle. Umriſſe von Köpfen. Vöbert. 11. Turnen, wöchentlich 2 Stunden, nach dem Leitfaden von F. Marx: Ordnungs⸗, Frei⸗ und Geräteübungen. Höbert.

12. Muſikk, a) Muſiktheorie, wöchentlich 2 Stunden, nach Richters Harmonielehre: Allgemeine Muſiklehre. Intervallenlehre. Die Dreiklänge der Dur- und Moll⸗Tonarten mit ihren Umkehrungen. Der Dominant⸗Septimenakkord. Zahlreiche ſchriftliche Arbeiten. Sailer.

b) Geſang, wöchentlich 2 Stunden: Treff- und Stimmbildungs⸗Übungen, ein- und mehr⸗

ſtimmige Lieder. Döbert. c) Klavierſpiel, 5 Abteilungen, jede Abteilung mit 2 Stunden wöchentlich, nach K. Urbachs Klavierſchule. Höbert und Schrod.

co) Violinſpiel, in 2 Abteilungen mit je 2 Stunden wöchentlich: Die Dur- und Mollton leitern. Übungen in den 3 erſten Baͤnden der Violinſchule von Louis Schubert. Duette von Bruni und Dancla op. 23. Buxbaum und Höbert.

* Der Unterricht in der franzöſiſchen Sprache iſt fakultativ.