— 6—
7. Naturkunde. a) Naturgeſchichte, wöchentlich 2 Stunden, nach R. Waebers Lehr⸗ buch für den Unterricht in der Botanik und Doſch' und Scribas Flora von Heſſen: Innerer Bau und Leben der Pflanzen; Überſicht über die Boden- und Düngerlehre; Pflanzenſyſteme; Anleitung zur Beſtimmung und Beſchreibung wildwachſender Pflanzen und zur Anlage eines Herbariums.— Uberſicht des Tierreichs mit beſonderer Berückſichtigung der für Land- und Haus⸗ wirtſchaft nützlichen und ſchädlichen Tiere.
b) Phyſik, wöchentlich 1 Stunde nach R. Waebers Lehrbuch für den Unterricht in der Phyſik: Wärmelehre, Magnetismus und Elektrizität, durch Verſuche erläutert.
c) Chemie, wöchentlich 1 Stunde, nach R. Waebers Leitfaden für den Unterricht in der Chemie: Wiederholung, Befeſtigung und Erweiterung der Lehre von den Metalloiden. Die leichten Metalle. Verſuche. Buxbaum.
8. Franzöſiſche Sprache, wöchentlich 3 Stunden. Lehrbuch: Dr. Plötz, Schulgrammatik. Lektion 24—50. Geleſen wurden aus Plötz' Lectures choisies 4., 5. und 6. Sektion. Kleinſchmidt. 9. Schönſchreiben, wöchentlich 2 Stunden, nach Henze: Fortgeſetzte Übung in der deutſchen und lateiniſchen Currentſchrift. Einübung der Rundſchrift nach Sönnecken. Methodik des Schönſchreibunterrichts. Buchinger. 10. Zeichnen, wöchentlich 2 Stunden nach den Vorlagen von Kumpas IV. Abteilung: Zeichnen von Ornamenten, Köpfen und Landſchaften; Anleitung zum Schattieren; das geometriſche Linearzeichnen. Buchinger. 11. Turnen, wöchentlich 2 Stunden, nach dem Leitfaden von F. Mary: Wiederholung und Erweiterung der früher durchgenommenen Ordnungs-, Frei- und Geräteübungen. Juchinger. 12. Muſik. a) Muſikthorie, wöchentlich 1 Stunde, nach Richters Harmonielehre: Die Nebenſeptimenakkorde der Dur- und Molltonarten mit ihren Umkehrungen, ihre Behandlung und
Anwendung in der praktiſchen Muſik. Alterierte Harmonien. Die verſchiedenen Arten der Kadenzen. Sailer.
b) Violinſpiel, 2 Abteilungen mit je 1 Stunde wöchentlich, nach Schuberts Violinſchule: Dur⸗- und Molltonleitern. Übungen in den verſchiedenen Lagen. Ein- und zweiſtimmige Lieder
und Choräle. Duette von verſchiedenen Componiſten. Buxbaum und Saliler. c) Orgelſpiel, 4 Abteilungen mit je 1 Stunde wöchentlich, nach der Orgelſchule von Kothe: Manual⸗ und Pedalübungen, Choräle und Präludien. Buchinger.
d) Klavierſpiel, 4 Abteilungen mit je 1 Stunde wöchentlich, nach Köhlers praktiſchem Lehrgange: Spielen der Dur⸗ und Molltonleitern. Vierhändige Sonaten. Schrod u. Buchinger.
e) Geſang, wöchentlich 2 Stunden: Ein⸗ und mehrſtimmige Lieder und Choräle, vier⸗ ſtimmige Chöre. Sailer.
13. Obſtbaumzucht, wöchentlich 1 Stunde, nach Th. Jägers„Praktiſche Anleitung zur Obſtkultur“: Die Anlage, Bepflanzung und Behandlung der Samen⸗-, Pflanz- und Edelſchule; die Veredelungsarten; die Erziehung der veredelten Stämmchen zu Hoch- und Zwergſtämmchen, deren weitere Verpflanzung und Behandlung; die Feinde und Krankheiten der Obſtbäume und die Mittel gegen Beſchädigung durch dieſelben; die Obſtbenutzung. Anfertigung von Modellen.
Buxbaum.


