Gelegenheit bot, mit der Bensheimer Bürgerſchaft frohe und ſchöne Erinnerung zu pflegen und beim Bergſträßer Wein und bei Bergſträ⸗ ßer Gemütlichkeit die Sorgen des Alltags zu vergeſſen.
Bei ſeinem Weggang vom Gymnaſium konnte Oberſtudiendirektor Kraemer ſeinem Nachfolger ein zwar arbeitsreiches, aber ſtolzes Werk übergeben, das mit ſeinen zwei voraufgegangenen Schultagen bereits eine herrliche Vergangenheit aufzuweiſen hatte.
Auch bei Oberſtudiendirektor Dr. Breidenbach liegt die Vereinigung in beſten Händen. Insbeſondere iſt unter ſeiner Amts⸗ tätigkeit unermüdlich an dem weiteren Ausbau gearbeitet worden. Die Arbeit galt vor allem der möglichſt reſtloſen Erfaſſung der einzelnen Jahrgänge. Manches konnte ergänzt und vervollſtändigt werden, bei manchen Jahrgängen liegt es aber auch heute noch im Argen. Hoffent⸗ lich zeigt ſich auch dort bald das erforderliche Intereſſe. Für die Zu⸗ kunft iſt gut geſorgt. Die jungen Scholaren treten nach abgelegter Reife⸗ prüfung bei. Sie erhalten die Satzung ausgehändigt, auch werden die Abiturienten photographiert. Gerade einer derartigen gemeinſamen Bildaufnahme iſt allergrößte Bedeutung beizumeſſen. Nichts iſt, namentlich nach Jahren, geeigneter, Intereſſe für das Einzelſchickſal zu wecken als eine Klaſſenphotographie. In ihr tritt immer wieder der Gemeinſchaftsgedanke in Erſcheinung und fordert Verwirklichung.
So hoffen wir allmählich, alle, die guten Willens ſind, in unſeren Kreis zu ziehen.
In der Pfingſtwoche(1.—3. 6. 36) werden ſich die Scholaren auf dem 3. Schultag wieder zuſammenfinden. Die ſatzungsgemäße Zu⸗ ſammenkunft der Mitglieder tritt dieſes Mal gegenüber der 250⸗ Jahrfeier des Gymnaſiums in den öintergrund. Das will aber nicht heißen, daß deshalb die diesmalige Zuſammenkunft von untergeordneter Bedeutung ſei. Im Gegenteil! Dieſes Mal gilt es zu zeigen, daß wir als„Bensheimer Gymnaſiaſten“ fühlen und denken und deshalb auch danach zu handeln wiſſen. Gerade wir alten Scholaren müſſen den jungen es an Begeiſterung zuvortun und in leuchtendem Vorbild zeigen, daß die in uns geſenkte humaniſtiſche Bildung die Ideale der Jugend noch feſthält, daß Liebe und Dankbarkeit bei uns hoch im Kurſe ſtehen und daß wir deshalb Mann für Mann folgen, wenn Bens⸗ heim und ſein Gymnaſium ruft.
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