der HJ. neben der Nationalflagge aufzuziehen berechtigt ſind.— Wie weit wir ſonſt den Forderungen nach erhöhter turneriſcher und ſportlicher Ausbildung gerecht geworden ſind, ſollen die in der Feſtfolge angekündigten Vorführungen beweiſen.
Für Turnen, Zeichnen und Geſang ſowie für Biologie haben wir ſeit 1933 beſondere Fachlehrer, ſo daß dieſe Gebiete ent⸗ ſprechend den Forderungen des neuen Staates ihre Bildungswerte in ganz anderem Maße zur Geltung bringen als zuvor. Wir konnten fer⸗ ner nicht nur ein Schülerorcheſter ins Leben rufen, ſondern ſogar einen Spielmannszug, den ſog.„Pilgerzug“ aufſtellen, nachdem uns durch eine hochherzige Stiftung unſeres älteſten Scholaren, des Geh. Sanitätsrat Dr. Pilger⸗Köln(Abiturient von 18731!) die Mittel dazu zugefloſſen waren. Dieſe Zuwendung hat uns außerdem in den Stand geſetzt, eine Rücklage für die künftige Landheimſchulung zu machen und der Bücherei noch wichtige Werke der nationalſoziali⸗ ſtiſchen Weltanſchauung zuzuführen.
Und nun ſtehen wir an dem Punkte, wo wir den Wert des dem Gymnaſium eigentümlichen Bildungsſtoffes an den völkiſchen Aufgaben der Gegenwart abzuſchätzen haben. Es gab„Reformer“, die gleich nach der Revolution die Stunde gekommen glaubten, wo ſie ihrem ſchon in der Vorkriegszeit genährten Haß gegen alles, was mit„Humanismus“ zuſammenhing, die Zügel ſchießen laſſen und mit dem Vorſchlag hervor⸗ treten dürften, man möge dieſer„undeutſchen“ Schule doch endlich den Garaus machen. Dieſe Gruppe iſt wieder ſtill geworden. Ihr hätte eigentlich die Hochachtung, die der Antike aus den maßgebendſten Krei⸗ ſen der Bewegung entgegengebracht wurde, nämlich von dem Führer ſelbſt und dem Reichsleiter Alfred Roſenberg, zu denken geben müſſen! Dieſe Hochachtung entſprang freilich einer von früheren Bewertungen ganz und gar verſchiedenen neuen.
Der Humboldtſche Humanismus hatte einſt an die abſolute Voll⸗ kommenheit und Vorbildlichkeit dieſes(griechiſchen) Altertums geglaubt und in vorwiegend äſthetiſcher und ethiſcher Einſtellung zu ihm ſein We⸗ ſen zu erfaſſen geſucht. Daneben und dagegen kamen im Verlaufe des 19. Jahrhunderts andere Betrachtungsweiſen auf, ſo die ſeit den 50 er Jahren herrſchende und bis zu uns heraufreichende rein hiſtoriſche, die, eine Wertbetonung zurücktreten laſſend, die Erſcheinungen der Antike als geſchichtlich geworden und geſchichtlich wirkend begriff. Im Gegenſatz zu dieſen beiden Richtungen erſchien dem„erneuerten“ oder„dritten“
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