tigen Kommandeur angenommen wurden. Buchſtäblich das Gleiche hat ſich hier zugetragen, und der Name eines dieſer jugendlichen Helden ſteht mit auf der Ehrentafel!
Teils als Kriegs⸗, teils als Sanitätsfreiwillige eilten aus Ober⸗ prima 22, aus Unterprima 8, aus Oberſekunda 4 und aus Unterſekunda 1 zu den Fahnen, denen ſich in den Jahren 1915 und 1916 weitere 34 Freiwillige zugeſellten. Aus dem Lehrerkollegium 1914 haben 5 Amts⸗ genoſſen an der Front geſtanden.
Ob ſie ihren„Gehorſam gegen das Geſetz“ mit dem Tode beſiegelt oder durch ſchwere Verwundung ihren Tribut entrichtet haben oder heil zurückgekehrt ſind: wie Millionen anderer Volksgenoſſen haben auch ſie ihre Schuldigkeit getan und können in Ehren vor der Nachwelt beſtehen!
Die Daheimgebliebenen betätigten ihre Vaterlandsliebe in anderer Weiſe. Wie oft ertönte während des Unterrichts das Signal zum Ab⸗ holen eines eben angekommenen und für die Reſervelazarette Bensheim und Auerbach beſtimmten Verwundetentransports, und ſchon ſtürmten die dafür beſtimmten und eingeübten Schüler zum Bahnhof und walte⸗ ten ihres Amtes. Dann wieder ſpürten ſie mit erſtaunlicher Findigkeit anſehnliche Summen Goldes auf, das ſich noch in den Händen des Volkes befand, und tauſchten nicht nur Lob, ſondern auch unterrichtsfreie Tage und entſprechende Dankesurkunden für ihre Bemühungen ein. Die Be⸗ teiligung an verſchiedenen Kriegsanleihen mit Hilfe des„Kriegsſpar⸗ kaſſebuchs des Gymnaſiums“ brachte ebenfalls anerkennenswerte Ergeb⸗ niſſe. Die fleißige Unterſtützung bei Erntearbeiten, bei der Verpflegung durchfahrender Truppen, die Sammlungen während der Woll⸗, Metall⸗ und ähnlicher Wochen bewieſen, daß ſich die Schüler im Rahmen der für ſie vorhandenen Möglichkeiten freudig und erfolgreich in den Dienſt der guten Sache geſtellt haben. Und wenn durch ſolche Inanſpruch⸗ nahme oder durch widrige Umſtände, wie Verkehrseinſchränkungen, Zwang zu Heiz⸗ und Lichterſparnis der Unterricht auch mancherlei Ein⸗ buße erlitt,„ſo gewann er andererſeits aus der großen Zeit an Vertie⸗ fung und Erhebung durch die Steigerung der ſittlichen Werte der Pflicht⸗ treue und des Opfergeiſtes.“
Auf das unvergleichliche Heldentum jener 4 Jahre, auf die uner⸗ defuchen Opfer an Blut und Gut folgte der gräßliche, unorganiſche Schluß!—
Als wir aus dem Feld zurückkehrten und uns trotz alledem wieder friſchen Muts in die lang entbehrte Berufsarbeit ſtürzen wollten, froh,
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