Jahrgang 
1936
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1914 1918! Haben frühere Kriegs⸗ und politiſche Ereigniſſe kaum eine erkennbare Rückwirkung auf das Leben der Schule gehabt(die Programme ſchweigen ſich wenigſtens darüber aus), ſo iſt für dieſe Epoche in den Jahresberichten und der Anſtaltschronik eine Fülle von Stoff geſammelt worden. Mit Stolz dürfen wir's zunächſt ausſprechen, daß das elementare Geſchehen, das mit ſo ungeheurer Wucht über uns hereinbrach, ein Geſchlecht gerade auch unter den Jüngeren vorfand, deſſen Geiſt nicht ſchlechter war als der der Väter!

Alsbald nach der Verkündigung der Mobilmachung(im letzten Teil der Ferien) wurden nicht nur die jüngeren waffenfähigen Amts⸗ genoſſen eingezogen, ſondern auch ältere, ſchon aus dem Heeresverband ausgeſchiedene Mitglieder des Lehrkörpers erboten ſich zu militäriſchen Dienſtleiſtungen, während diejenigen, die einſtweilen noch als unaus⸗ gebildete bedauernswerteLandſtürmer zurückbleiben mußten, wenig⸗ ſtens vorübergehend in ihrer Mithilfe bei Bahnhofswache u. ä. einen dürftigen Erſatz für ihre nach anderer Verwendung ſich ſehnende Begei⸗ ſterung fanden.

Aber es blieb ja auch in der Heimat und gerade in der Schule noch genug zu tun! Die Abberufenen mußten vertreten werden, damit der Unterrichtsbetrieb keine allzugroße Störung erfuhr; auf der anderen Seite galt es namentlich in den erſten Monaten nach Kriegsausbruch dem heißen Verlangen der erwachſenen Jugend der oberen Klaſſen den Weg zur Ausbildung und dann zur Front zu ebnen und den von der Heeresverwaltung als tauglich Befundenen durch die Notprü⸗ fungen auch den äußeren Abſchluß ihrer bisherigen Studien zu geben. Um ſie durchführen zu können, mußten wir uns noch Amtsge⸗ noſſen von anderen Anſtalten wie dem Lehrerſeminarausleihen, und auch das ſoll nicht verſchwiegen werden, daß damals in dieſen Prü⸗ fungen, die doch wirklich überraſchend und ohne jegliche Vorbereitung abgelegt werden mußten, erfreuliche Leiſtungen erzielt worden ſind, faſt beſſer als in den regelmäßigen am Ende des Jahres!

Wer jene Tage miterlebt hat, konnte ſich an Heinrich von Treitſch⸗ kes Schilderung der preußiſchen Erhebung im erſten Band ſeinerDeut⸗ ſchen Geſchichte im 19. Jahrhundert erinnert fühlen, wo er den wie überall ſo auch in der Schule ſich offenbarenden prachtvollen Geiſt der Hingabe und des Opfermutes preiſt und von den ſchwächlichen Jungen erzählt, die betrübt, immer wieder abgewieſen, von einem Regiment zum andern umherirrten, bis ſie endlich doch noch von einem nachſich⸗

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