Jahrgang 
1936
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Landſtände in Höhe von 150 000 Mark, die Stadt Bensheim ſtellte den Platz zur Verfügungund ſetzte damit ihrem oft bewährten Wohlwollen gegen das Gymnaſium ein herrliches Denkmal.

Mit dem Bau wurde 1879 begonnen; die Arbeiten kamen aber nur langſam voran, da bei dem ſtark abſchüſſigen Gelände große Schwie⸗ rigkeiten bei der Einebnung zu überwinden waren. Auch die Lage der neuen Schule gefiel nicht allgemein; ſo erſchien im Jahre 1880 ein Ein⸗ geſandt mit der UeberſchriftBensheimer Gymnaſium zu Auerbach bei Bensheim.

Endlich war im Jahre 1882 das neue Gymnaſialgebäude mit der Turnhalle und der Dienſtwohnung des Direktors fertiggeſtellt.

Die feierliche Einweihung erfolgte am 26. April 1882 in Gegenwart zahlreicher Regierungsvertreter und unter Teilnahme der Stadt und ihrer Bevölkerung.

Das Feſt, dem auch der Graf von Erbach⸗Schönberg und Freiherr Auguſt von Rodenſtein beiwohnten, wurde in der neuen Turnhalle mit dem Geſang einer von Gymnaſiallehrer Dr. Dinges gedichteten latei⸗ niſchen Ode eröffnet. Die Weiherede hielt Direktor Dr. Keller (1877 1890); ſie iſt in der Beilage zum Jahresbericht 1881/32 wörtlich abgedruckt. Der Direktor dankt darin u. a. auch der Stadt Bensheim, die von ſo manchen zu einem Gymnaſialneubau geeigneten Plätzen ohne Zweifel den ſchönſten und geeignetſten in liberaler Weiſe zur Verfügung ſtellte.

So ſteht der Bau da, im Oſten begrüßt von anmutigen Rebhügeln, nach Weſten hinſchauend auf die geſegnete Rheinebene, eine Zierde der Stadt Bensheim und der Bergſtraße, ein Gegenſtand des Wohlgefallens für jeden Beſchauer.

Aus jener Feſtrede mögen hier einige Stellen Platz finden, aus denen ſich Aufgabe und Ziel des damaligen Gymnaſiums erkennen laſſen:

Die geiſtige, ſittliche und nationale Heranbildung der ſtudierenden ugend iſt ein Gegenſtand von höchſtem Wert.Das Gymnaſium iſt eine Pflanzſtätte höherer menſchlicher und wiſſenſchaftlicher Bildung zunächſt für diejenigen, die ſich durch akademiſche Studien für den Staats⸗ und Kirchendienſt vorbereiten.... Dieſe Worte enthalten die ernſte Wahrheit, die aber von gar vielen nicht beachtet wird, daß wiſ⸗

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