Jahrgang 
1929
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nis der Einheitskurzſchrift zu fordern.... Für die Zulaſſung zum Vor⸗ bereitungs⸗ oder Probedienſt iſt Bedingung, daß der Anwärter etwa 120 Silben in der Minute in der Einheitskurzſchrift leſen und etwa 80 Silben in der Minute ſchrei⸗ ben kann.

Der Kurzſchriftunterricht iſt in der Anſtalt kein Pflichtfach; im Hinblick auf die oben wiedergegebene miniſterielle Verordnung iſt es jedoch allen Schülern dringend anzu⸗ raten, ſchon in der Schule ſich die ſpäter geforderte Fertigkeit anzueignen.

5. Sowohl der Direktor als die Lehrer ſind jederzeit gerne bereit, ſich über Betragen und Leiſtungen der Schüler mit den Eltern auszuſprechen. Es iſt jedoch im Intereſſe einer umfaſſenden lückenloſen Auskunft notwendig, daß die Beſuche vorher an⸗ gekündigt werden. Beſonders machen wir darauf aufmerkſam, daß Beſuche unmittel⸗ bar vor den Verſetzungen oder der Zeugnisausgabe keinen Zweck mehr haben. Nur rechtzeitige Verſtändigung zwiſchen Schule und Elternhaus kann Mißerfolgen vorbeugen. Beſuche während der Unterrichtsſtunden können nicht empfangen werden.

6. Das neue Schuljahr beginnt am Montag, den 15. April, vormittags 8 Uhr mit den Aufnahmeprüfungen. Nachträgliche Anmeldungen werden, ſoweit die Klaſſenſtärke es erlaubt, noch an dieſem Tage entgegengenommen.

7. Die Ferien werden im Schuljahr 1929/30 zu folgenden Zeiten liegen:

Pfingſtferien: Schulſchluß: Samstag, 18. 5. 29, Schulanfang: Montag, 27. 5. 29 Sommerferien: Schulſchluß: Freitag, 12. 7. 29, Schulanfang: Montag, 12. 8. 29 Herbſtferien: Schulſchluß: Samstag, 28. 9. 29, Schulanfang: Montag, 14. 10. 29 Weihnachtsferien: Schulſchluß: Samstag, 21. 12. 29, Schulanfang: Montag, 6. 1. 30 Oſterferien: Schulſchluß: Samstag, 6. 4. 30, Schulanfang: Montag, 28. 4. 30

Bensheim, im März 1929. Der Direktor des Gymnaſiums: Kraemer, Oberſtudiendirektor.

Wiederſehensfeier ehemaliger Bensheimer Gymnaſiaſten am 25. und 26. Nuguſt 1928

Don Eduard Haßloch, einem ehemaligen Schüler des Gymnaſiums.

59 Jahre lang hat der Gedanke an eine allgemeine Wiederſehensfeier geſchlum⸗ mert. Der Schlaf war lang, aber dennoch nicht tief. Einzelne Jahrgänge trafen ſich von Zeit zu Zeit. Aus dieſen kleineren Zuſammenkünften erwachte der Wunſch nach einer allgemeinen großen Wiederſehensfeier aus ſeinem Halbſchlaf zur Tageshelle und wurde endlich in die Tat umgeſetzt. Als der derzeitige Leiter des Gymnaſiums Anfragen hinausſchickte, um zu ſehen, ob eine Zuſammenkunft großen Stils und die Gründung einer Vereinigung ehemal. Gymnaſiaſten(wie ſie an anderen Anſtalten ſchon lange beſteht) überhaupt möglich ſei, fand er überall begeiſterten Wiederhall. Nachdem ſo der Erfolg von vornherein ſicher war, wurden die Vorbereitungen mit viel Freude be⸗ gonnen.