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rung. Unſere Kapelle verſchönte das Feſt; die herkömmlichen Bretzel und Würſtchen fehlten nicht.— Bei der Verfaſſungsfeier am 18. Auguſt ſprach Studienrat Schneider.— Der 400. Todestag Dürers gab Veranlaſſung zu einfachen, dem Ver⸗ ſtändnis der einzelnen Klaſſen entſprechenden Gedächtnisfeiern im Rahmen des Unterrichts.
Am 20. Dezember fand eine Schubertfeier ſtatt, die in Erman⸗ gelung eines eigenen Flügels und in Anbetracht des geradezu unwürdigen Zuſtandes unſerer Turnhalle im Saale der Vereinigten Geſellſchaft abgehalten werden mußte. Die Anſprache hielt Muſiklehrer Kayſer. Ein Vorſpruch, ſehr wirkungsvoll vorgetra⸗ gen von dem Schüler Störzer, feierte Schubert als Licht bringenden Genius. Vorträge von Liedern durch zwei Schüler(Horſt Euler Ilat und Ferdinand Stenger la*) gaben Proben der Schubertſchen Liederſchöpfung. Die Klavierkunſt Schuberts war durch das Impromptu in As⸗dur vertreten, das Studienrat Zwißler meiſterhaft zu Gehör brachte. Weitere Kompoſitionen wurden von vier Violinſpielern(Heinrich Reuter la, Heinrich Poſt la, Jakob Staudt IIb und Hans Wagner IIIa) mit Klavierbegleitung(Muſikleh⸗ rer Kayſer) recht anſprechend wiedergegeben. Gut einſtudierte Chöre(das Sanktus aus der deutſchen Meſſe und der Lindenbaum) umrahmten die Feier.
Am 20. März wurde als Gedächtnisfeier zur 200. Wiederkehr des Geburts⸗ tags Leſſings von Schülern der Anſtalt Philotas aufgeführt. Um die Einſtudierung des Stückes hatte ſich beſonders Studienrat Dr. Kling verdient gemacht. Die Mitwirken⸗ den waren: Joſef Gräff Ib, Alfons Mauthe Ib, Hubert Berke Ib und Joachim Zim⸗ mer Ib.
Auf Anordnung des Kultusminiſteriums wurde am letzten Tage des Schuljahres in den einzelnen Klaſſen„dem guten Buche“ eine Stunde gewidmet, deren Ausgeſtal⸗ tung dem Lehrer des Deutſchen überlaſſen war.
6. Im Mittelpunkt der diesjährigen Schulfeiern ſtand das Wiederſehens⸗ feſt derehem. Schüler. Einem mehrfach geäußerten Wunſche entſprechend, hatte die Direktion ſich der nicht unerheblichen Mühe unterzogen, die Namen u. Anſchriften der noch lebenden ehemaligen Bensheimer Gymnaſiaſten zu ermitteln.— Die Mühe hat ſich reichlich gelohnt. überall wurde der Gedanke eines Bensheimer Schultages freudig aufgenommen, und etwa 500„alte Herrn“ folgten dem Rufe. Die alte Schulſtadt Bensheim hatte ſich feſtlich geſchmückt. Fahnen wehten von den zahlreich errichteten Maſten und in den alten Gaſſen und Gäßchen, freundliches Tannengrün ſäumte die Straßen. Beſonders feſtlich geſchmückt und beleuchtet waren Saal und Garten des Feſt⸗ hauſes, des Deutſchen Hauſes.— Dank der bewährten Bensheimer Gaſtfreundſchaft gelang es, alle Feſtteilnehmer hier gut unterzubringen. Eine beſondere Feſtſchrift ent⸗ hielt Worte der Begrüßung und Aufſätze über die Geſchichte der Anſtalt. Die Häuſer, in denen im letzten Jahrhundert die Schule untergebracht war, waren darin im Bilde wiedergegeben, ebenſo die früheren Direktoren. Auch heitere Erinnerungen aus der fröhlichen Schülerzeit hatten einen Platz gefunden.— Ein eingehenderer Bericht eines früheren Schülers über den Verlauf des Feſtes iſt dem Jahresbericht angehängt. Von bleibender Bedeutung für die Schule dürfte die Gründung einer Vereinigung ehemaligerSchüler ſein, die den Namen Bensheimer Scholaren ange⸗ nommen hat und ſich neben der Pflege der alten Freundſchaft Förderung des Bensheimer Gymnaſiums und Unterſtützung würdiger und begabter Schüler zum Ziel geſetzt hat.—
7. Wie alljährlich führten Tagesausflüge unſere Schüler in die weitere Umgebung. Neben den Schönheiten der Natur, die unſere Gegend ja in ſo reicher Fülle


