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zu Grabe, der einer Blutvergiftung plötzlich erlegen war. Er war ein lieber, offener, zu guten Hoffnungen berechtigender Junge. Die Mitſchüler der VI und V, ſeine Leh⸗ rer, ſowie der Direktor gaben ihm das letzte Geleite. Der Klaſſenlehrer Studienrat Schneider ſprach am Grabe warme Abſchiedsworte.—
3. Reges Leben herrſchte während des Schuljahres auf dem ſchönen neuen Sport⸗ platz. Beſonders eifrig wurde geübt für den Kampf um das Banner für die beſte Schlag⸗ ballmannſchaft. Unſere Mannſchaft blieb bei den Wettkämpfen Sieger gegen das Gym⸗ naſium Darmſtadt und die Oberrealſchule Darmſtadt, unterlag aber im Entſcheidungs⸗ ſpiel gegen die Mannſchaft der Aufbauſchule Bensheim, die auch in den letzten beiden Jahren das Banner errungen hatte.—
Am 8. September wurden die Reichsjugendwettkämpfe abgehalten. Sieger in der Oberſtufe wurden Alfred Toenne la’ und Joh. Breitkopf lb“, in der Mittel⸗ ſtufe Joſef Berkes lla und Joſef Bacchus lla, in der Unterſtufe Egon Ber⸗ berichlllb und Franz Ell IIb. Sie erhielten die vom Reichspräſidenten unter⸗ zeichnete Ehrenurkunde. Außerdem wurde noch 59 Schülern die Anerkennungsurkunde des Reichsausſchuſſes für Leibesübungen zuteil.
4. An der Pfingſttagung des Vereins für das Deutſchtum im Aus⸗ land in Gmunden beteiligten ſich 14 Schüler unter Führung des Direktors und des Gruppenleiters Studienrat Tritſch. Die reichsdeutſche Jugend wurde von unſeren öſterreichiſchen Stammesbrüdern überaus herzlich aufgenommen. Bei dem großen hiſto⸗ riſchen Feſtzug, der uns die Entwicklung der dortigen Siedelungen von der Pfahlbau⸗ zeit bis auf den heutigen Tag in ſehr lehrreicher Weiſe vorführte, wirkten alle Kreiſe der einheimiſchen Bevölkerung mit. Den Höhepunkt des Feſtes bildete zweifellos die Morgenfeier, bei der alle deutſchen Stämme und viele Jugendgruppen der Auslands⸗ deutſchen vertreten waren, und ein katholiſcher Abt von Innsbruck und ein evangeliſcher Biſchof aus Siebenbürgen ſich mit ergreifenden Worten an die Jugend wandten und zur Arbeit an der großen Volksgemeinſchaft aufriefen, die alle Deutſchen in der Welt umfaſſe. Die Feier war ein machtvolles Bekenntnis zum Anſchlußgedanken.— Einzig ſchön und von herrlichem Wetter begünſtigt waren die ſich anſchließenden Fahrten durch das Salzkammergut und das Berchtesgadener Land. Von Salzburg ging es mit Sonder⸗ zug der heſſiſchen Gruppe nach München, von da nach kurzem Aufenthalt in die Heimat zurück.—
Vom 11.—13. April fand hier eine Arbeitswoche des Vereins für das Deutſchtum im Ausland ſtatt zwecks Ausbildung von Jugendführern. An den Vorträgen über die V. d. A.⸗Arbeit und die großen Fragen des Auslandsdeutſch⸗ tums nahmen auch Schüler unſerer Anſtalt teil. Die Schulgruppe hatte für die Unterbrin⸗ gung der jugendlichen Teilnehmer geſorgt und ihnen am letzten Tage einen Abſchiedsabend veranſtaltet, der ſehr ſchön verlief. Auch an dieſer Stelle ſei nochmals den Familien ge⸗ dankt, die die Mädchen der auswärtigen, heſſiſchen, naſſauiſchen und badiſchen Gruppen in ſo überaus liebevoller Weiſe beherbergten.— Zweimal vereinigten ſich die Schul⸗ gruppen der verſchiedenen höheren Knaben⸗ und Mädchenſchulen zu Unterhaltungen, die durch Vortrag von Gedichten, Geſängen und dramatiſche Darbietungen der Schüler be⸗ ſtritten wurden. In einer Verſammlung der Schulgruppe unſerer Anſtalt berichtete der Oberprimaner Weiler über die Gmundener Tagung.—
5. Das Jugendfeſt wurde in üblicher Weiſe am 27. Juni auf dem Auerbacher Schloß gefeiert. Unter⸗, Mittel, und Oberklaſſen boten je eine dramatiſche Auffüh⸗


