6. In zahlreichen Vorträgen und Filmvorführungen wurde den Schülern zugleich Abwechſlung, Erholung und Belehrung geboten.
Am 2. 7. wurden von einem Lehrer der Vortragskunſt, Herrn Gaebler aus Bres⸗ lau, ausgewählte Stellen aus klaſſiſchen und modernen Dichtwerken muſtergültig vorge⸗ tragen.— Am 16. 11. hielt Herr Dr. Ferrol einen ſehr intereſſanten Vortrag über ſeine neue Rechenmethode.— Am 29. 9. zeigte uns der Kultur⸗ und Lehrfilm:„Das Volk der ſchwarzen Zelte“ das Leben eines Naturvolkes in Inneraſien.— Am 27. 10. lief ein künſtleriſcher Märchenfilm.— Ein Lichtbildervortrag des Herrn Hahn aus Lud⸗ wigshafen, der im Weltkrieg bei der deutſchen Heeresabteilung in Kleinaſien, Syrien und Paläſtina geſtanden hat, führte uns an Hand ſehr ſchöner Selbſtaufnahmen in hiſtoriſch bedeutſame Gegenden, die auch bei der Xenophonlektüre eine Rolle ſpielen. (Amanusgebirge, Ciliziſche Pforte, Syrien, Baalbeck, Paläſtina).— Am 8. Februar wurde von Oberingenieur Becker aus Hannover der Lehrfilm Canada und Alaska vorge⸗ führt.— Die Vereinigung der Freunde des humaniſtiſchen Gymnaſiums veranſtaltete am 2. März einen Vortragsabend in unſerer Turnhalle, der auch den Schülern der An⸗ ſtalt zugänglich war. Frau Prof. Bieber von der Hochſchule Gießen gab einen außergewöhnlich intereſſanten Bericht über die neuen Ausgrabungen in Pom⸗ peji, der durch ſehr ſchöne Lichtbilder ergänzt wurde und beſonders lebensvoll war, da er auf Erkenntniſſen beruhte, die die Rednerin während eines längeren Aufenthalts an Ort und Stelle ſelbſt gewonnen hatte.—
7. Das Landesjugendfeſt wurde am 6. Juli gefeiert. Eine Sternwande⸗ rung führte ſämtliche Klaſſen zu dem gewohnten Feſtplatz auf das Auerbacher Schloß, wo die Schüler ſelbſt durch kleine Aufführungen auf der Naturbühne und durch Vorträge von Dialektdichtungen für fröhliche Unterhaltung ſorgten. Studienaſſeſſor Dr. Kling wandte ſich mit einer der Bedeutung des Tages entſprechenden Anſprache an die Ju⸗ gend. Allgemeine und Chorlieder, ſowie ſchneidig geſpielte Muſikſtücke unſerer Kapelle verſchönten in gewohnter Weiſe die Feier. Auch„Weck und Wurſt“ fehlten nicht. Ge⸗ meinſchaftlich zog man unetr fröhlichen Marſchweiſen am Spätnachmittag nach Hauſe.—
Am 15. Auguſt wurde, da der 11. Auguſt noch in die Sommerferien fiel, in her⸗ kömmlicher Weiſe die Verfaſſungsfeier abgehalten. Studienrat Dr. Benſel ſprach dabei über die ſtaatsbürgerliche Erziehung durch das Altertum.— Am 1. Okt. feierten wir den 80. Geburtstag unſeres allverehrten Reichspräſidenten des General⸗ feldmarſchalls von Hindenburg. Der Direktor feierte ihn als den Sieger von Tannenberg, den ruhmreichen Feldherrn, den vom Vertrauen des Volkes getragenen Führer im Frieden, der in ſeltener Pflichterfüllung alle eigenen Wünſche und Neigun⸗ gen dem Wohle der Geſamtheit zum Opfer gebracht und ſein ganzes Leben dem Dienſte fürs Vaterland geweiht habe. Ein fröhliches Gedicht, vorgetragen von Sextaner Lutz, grüßte den Sieger von Tannenberg, ein ernſter feierlicher Vorſpruch des Oberprimaners Gremm den Vater des Vaterlandes.—
Zum Gedächtnis der Gefallenen vereinigten wir uns am 19. Novem⸗ ber zu einer würdigen Feier, bei der Prof. Goehle die Gedächtnisrede hielt; am Denkmal legte der Oberprimaner Lahres im Namen der Abiturienten einen Kranz nieder. Zur Eröffnung hatte der Oberſekundaner Joſ. Gräff einen tiefempfundenen, gehaltreichen Prolog gedichtet, den er auch ſehr wirkungsvoll ſelbſt vorzutragen wußte.—
Anläßlich des 75 jährigen Geburtstages des Staatspräſidenten Ulrich fand ſich die Schulgemeinde am 27. 1. zu einer ſchlichten Feier zuſammen, wo⸗


