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auf dem Truppenübungsplatz Darmstadt ernannt, welche Dienststellung er Februar 1915 verliess, um in seinem Regiment bei der Waffe zu dienen; endlich rückte Lehr- amtsassessor Dr. Weinmann als Vizefeldwebel der Reserve beim Res Inf.-Reg. 118 am 5. August ins Feld.
Ausserdem mussten Reallehrer Mohr als Führer der Sanitätskolonne Bensheim wegen vielfacher Tätigkeit bei dem Roten Kreuz und Prof. Dr. Rainfurt wegen starker Inanspruchnahme bei der zivilen und militärischen Seelsorge von einem Feil ihrer Dienstobliegenheiten an unserer Schule entbunden werden, so dass namentlich beim Unterrichtsbeginn nach den Sommerferien Störungen unvermeidlich waren.
Aber schon nach kurzer Zeit konnte durch Zusammenlegen eines Teils des Unter- richts in den beiden Primen sowie in Sexta und Quinta, durch die bereitwillige UÜber- nahme von Mehrstunden seitens einzelner Herren des Lehrerkollegiums sowie durch den Eintritt von Hilfskräften der Unterricht wieder in geordnetere Bahnen einlenken und, von geringen Anderungen abgesehen, durchgeführt werden.
So leisteten uns die Oberlehrer Dr. Kilian und Dr. Spilger vom Ernst- Ludwigs-Seminar Bensheim einige Tage bei Notprüfungen und Vertretungsstunden dankenswerte Beihilfe, bis sie durch den Wiederbeginn des Unterrichts an ihrer Anstalt verhindert wurden, so stellte die Schulverwalterin Erl. Anna Hechler aus Bensheim sich in den Dienst unserer Schule und versah dann gemäss Verfügung vom 20. August eine Lehrerstelle gegen Vergütung bis Schluss des Schuljahres, so verpflichtete uns Frl. Zimmermann von Bensheim zu grossem Danke durch freiwillige Übernahme des französischen Unterrichts in mehreren Klassen bis Ende des Sommerhalbjahres, so war endlich auch Lehramtsreferendar Dr. Kern vom 29. September an mit der Verwaltung einer Lehrerstelle betraut, schied aber bereits am 3. Oktober durch den Wiedereintritt des Prof. Langstroff aus. 1
Nicht minder tiefgehend wirkte die grosse Zeit aber auch auf unsere Schüler ein. Die ausserordentliche Gefahr entfachte bei den erwachsenen Schülern der oberen Klassen das heisse Verlangen, ihren jugendlichen Arm dem Dienste des Vaterlandes zu weihen, und wer von Schul- und Heeresverwaltung als tauglich befunden wurde, unterzog sich der Notprüfung, um alsdann mit der Waffe oder dem Roten Kreuz geschmückt der gerechten Sache zu dienen.
Aus Oberprima verliessen 22, aus Unterprima 8, aus Obersekunda 4 und aus Untersekunda 1 Schüler die Anstalt, teils als Kriegs-, teils als Sanitätsfreiwillige. Hier ihre Ehrennamen:
a. Kriegsfreiwillige:
Ia. Ib.
1. Adler, Franz, Bensheim 17. Bopp, Hfans, Tauberbischofsheim 2. Duseberg, Hans, Bürstadt 18. Guntrum, Gustav, Bensheim
3. Flegler, Eugen, Bensheim 19. Kern, Willi, Alzey
4. Gabel, Wilhelm, Klein-Winternheim 20. Mauer, Johann Baptist, Ockenheim 5. Klein, Otto, Bensheim 21. Molthan, Josef, Mainz
6. Lind, Rudolf, Bensheim 22. Singer, Bernhard, Seligenstadt
7. Neff, Gottfried, Bingen 23. Singer, Ludwig, Aschaffenburg 8. Racke, Fritz, Mainz 24. Tölg, Fritz, Bingen.
9. Reutter, Anton, Bingen IIa 10. Piehker Aeetſleinanenteneimn 25. Mayer, Eduard, Reichenbach 12. Singer, Ludwig, Seligenstadt 26. Müller, Karl, Auerbach
5d a Ernst, Gräfenhausen 13. Spiess, Paul, Klein-Karlbach 27. Pabst,„ 3 14. Wachtel, Franz, Lorsch 28. Sauer, Eugen, Bensheim. 15. Wahn, Richard, Auerbach IIb. 16. Winther, Gustav, Bensheim 29. Schachner, Fritz, Bensheim.


