Jahrgang 
1927
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f) Einrichtung des künſtleriſchen und techniſchen Unterrichts.

An der erſten Einführung in die Kunſtanſchauung, beſonders durch Biloͤbetrachtung, arbeiteten die kulturkundlichen Fächer zuſammen; auch die deutſchen Aufſätze wurden in den Dienſt dieſer Aufgabe ge⸗ ſtellt(vergl. oben 2!)

Die für den Muſikunterrichi zur Verfügung ſtehenden 4 Wochenſtunden wurden im Berichtsjahre ſo verteilt, daß die Klaſſen IV+ UIII, OQ III, UII je 1 Unterrichtsſtunde für ſich allein erhielten und die vierte Stunde dem gemeinſamen Chorgeſang vorbehalten blieb.

Die Aufteilung der 16 Turn⸗ und Spielſtunden war dieſelbe wie im Vorjahre(vgl. 2 b); über den Spiel⸗ und Sportbetrieb, ſowie die Beteiligung an Wettkämpfen vgl. unter 4 h!

Einen freiwilligen Oehrgang für Einheitskurzſchrift hielt im Winterhalbjahr Oberſchullehrer Köſter ab. Es nahmen 40 Schüler der IV bis OIII daran teil. Ein Oehrgang in Handfertigkeit kam in dieſem Jahre nicht zuſtande. Für den längſt geplanten weiteren Ausbau dieſes wichtigen Unterrichtszweiges fehlt leider immer noch der erforderliche Arbeitsraum wie die notwendigen Geräte(vgl. unter 6 al)

3. Bericht über die Hehrer.

a) Im Sehrerkollegium trat im Berichtsjahre eine Änderung nicht ein. 11 wöchentliche Unterrichts⸗ ſtunden wurden durch Studienaſſeſſor Schellenberg übernommen. b) Ein Oberſtudienrat iſt an der Anſtalt nicht vorhanden. c) Den Oehrerausſchuß bildeten auch weiterhin: Studienrat Konrad, Studienrat Dr. Waga und Oberſchullehrer Köſter. d) Eine pädagogiſche Vorbereitungsanſtalt iſt mit der Realſchule nicht verbunden.

4. Berichr über die Schüler. a) umſtehend.

b) Verbleib der abgegangenen Schüler: Von den ſeit Beginn des Schuljahres bis zum 31. März 1927 abgegangenen 17 Schülern traten 10(2 VI, 6 V, 2IN) zur Volksſchule zurück, 3(1 IV, 1 UIII, 1 O II) verblieben zunächſt in der elterlichen(Oand⸗ bzw. Gaſt⸗) Wirtſchaft. In die Ausbildung für einen praktiſchen Beruf traten 3 über(21V, 1 UIII) und zwar wählte je einer den Beruf als Metzger, Kaufmann und Muſiker; 1(Y) will ſich für den Bürodienſt ausbilden. Von den 20 zu Oſtern 1927 mit dem Schlußzeugnis (Reife fuͤr O II) entlaſſenen Schülern(18 Knaben, 2 Mädͤchen) gehen 12 zur Oberrealſchule, 2(Mäoͤchen) zur Handelsſchule über; 1 widmet ſich dem Maſchinenbau, 2 dem Bankberufe; 3 konnten noch keine beſtimmten Angaben über ihre Berufswahl machen.

c) Das Durchſchnittsalter der Schüler am 1. Februar 1927 betrug in VI 11,5, in VN 12,4, in IV 13,5, in UIII 14,8, in O III 15,5, und in UII 16,7 Jahre.

d) Nach Religion oder Bekenntnis waren am 1. Februar 1927 142 Schüler evangeliſch, 11 katholiſch, 1 Diſſident, 3 Israeliten; nach der Staatsangehörigkeit 104 Waldecker, 45 Preußen, 8 ſonſtige Reichsangehörige. Beheimatet waren 83 Schüler am Schulorte und 74 auswärts,(40 in Waldeck und 25 in Preußen). Von dieſen wohnten 12 in Hauspflege am Schulorte(5 davon nur im Winter). Von den 62(im S. H. 73)Fahrſchülern benutzten 41(S. 44) die Eiſenbahn, 17(S. 20) legten den Schulweg zu Fuß zurück; 4(S. 9) kamen mit dem Rade.

e) Eine Schlußprüfung wurde am 23. u. 24. März 1927 abgehalten. Das Schlußzeugnis erhielten 20 Schüler(darunter 2 Schülerinnen(vgl. Nr. 2e u. 9).

f) Befreiungen vom Unterricht: In den engeren Chor wurden wegen Stimmwechſels oder ſchlechten Oehörs nicht aufgenommen: aus IV im S. H. 5, im W. H. 11 Schüler, aus U IIl im S. H. 5, im W. H. 13 Schuler, aus O III 3, bezw. 5, aus UII 5, bezw. 11 zuſammen 18, bezw. 40 von im ganzen 105, bezw. 102 Schülern.