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Der Turnunterricht fand in der Schulturnhalle und auf dem zugehörigen Turn- platz statt, die auch von der Stadtschule benutzt werden. Es wurde in drei Ab- teilungen geturnt, und zwar turnten in Abteilung I die Schüler der I und II, in Abteilung II die der III und IV, in Abteilung III die der V und VI.
Abteilung I: Marsch- und Ordnungsübungen, Eisenstab-, Hantel-, Langstab- und Keulen- übungen, gemeinsames Turnen an allen Geräten, volkstümliche Uebungen und Uebungsmärsche. Oberlehrer Konrad.
Abteilung II: Marsch- und Ordnungsübungen. Leichtere Eisenstab- und Hantelübungen Leichteres Gerätturnen an Geräten. Spiele und Uebungsmärsche. Oberlehrer Konrad
Abteilung III: Marsch-, Ordnungs- und Freiübungen; leichtere Gerätübungen; Spiele und
Uebungsmärsche. Lehrer Hoefer.
Im Winter-Halbjahr wurde die Turnhalle ausserdem je 1 Stunde wöchentlich zum Kürturnen freigegeben. Die Aufsicht führten abwechselnd Direktor Dr. Reichardt, Oberlehrer Konrad und Realschullehrer Köster.
Jugendspiele. Anleitung zu Jugendspielen wurde vorzugsweise im Sommer auf dem Schulturnplatze im Rahmen der Turnstunden gegeben. Da bei der bevorstehenden Zusammen- legung der Grundstücke innerhalb der Wildunger Gemarkung die Beschaffung eines städtischen Spielplatzes vorgesehen ist, so werden die Jugendspiele künftig noch mehr Pflege finden können als bisher Der neue Spielplatz soll so gewählt werden, dass er zugleich im Winter zur Eisbahn umgestaltet werden kann.
Baden. Sommer und Winter wöchentlich einmal besuchen sämtliche Schüler klassen- weise das Brausebad im neuen Schulgebäude. Die Teilnahme ist obligatorisch. Ausserdem wird auch das Flussbad in der Eder nahe bei Wellen von den meisten Schülern im Sommer wöchentlich mehrere Male aufgesucht. Eine Möglichkeit zur Erlernung des Schwimmens ist allerdings einstweilen leider nicht vorhanden.
An den Schreibstunden für schlecht schreibende Schüler der III und II, die mit den Schreibstunden der IV kombiniert waren, nahmen im Sommer 17 Schüler, im Winter 14 Schüler teil.
Befreiungen von einzelnen Unterrichtsfächern oder Lehrstunden traten in folgenden Fällen ein:
Vom evangel. Religionsunterricht befreit waren im Sommer keine, im Winter 14 Schüler(Konfirmanden).
Vom Zeichnen befreit war kein Schüler. Auch am Linearzeichnen nahmen sämt- liche Schüler der I, II u III mit Ausnahme von 6 am Orte wohnenden Schülern teil. Befreit waren im Sommer 5, im Winter 11 auswärtige Schüler.
Vom Turnunterrichte waren befreit(von insgesamt im Sommer 134, im Winter 132 Schülern):
vom Turnunterricht überhaupt teilweise Auf Grund ärztl. Zeugnisses im Sommer 16, im Winter 14 im Sommer 3, im Winter 6 aus anderen Gründen*)...„„—,„„—„„ 13,„„ 9
zusammen ſim Sommer 16, im Winter 14 im Sommer 16, im Winter 15 also von der Gesamtzahl der Schüler
1„ 12%„ 7 10,6% n n 12% n„ 11,3%
Vom Singen befreit waren: im Sommerhalbjahr aus IV u. V 4 auswärtige Schüler je 1 Stunde wöchentlich, vom Chorsingen der IV—I im Sommer und Winter 18 aus- wärtige Schüler von je 1 Stunde.
*) Schüͤler aus benachbarten Ortschaften


