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Erdkunde: 2 Stdn. w. Physische und politische Erdkunde der Länder Europas. Kurze Wieder- holung von Deutschland. Elemente der mathematischen Erdkunde. Oberlehrer Dr. Reichardt.
Mathematik: 5 Stdn. wW. a) Arithmetik: Logarithmen und ihre Anwendungen. Gleichungen ersten und zweiten Grades mit einer und mehreren Unbekannten, insbesondere deren An- wendungen auf das hürgerliche und kaufmännische Rechnen. Wiederholungen.
b) Planimetrie: Wiederholungen und Konstruktionsaufgaben, besonders auch mit alge- braischer Analysis. Berechnung regelmässiger n-Ecke.
c Trigonometrie: Anfangsgründe der Trigonometrie. Berechnung rechtwinkliger und schiefwinkliger Dreiecke.
d) Stereometrie: Die vichtigsten Sätze über Linien und Ebenen. Anleitung zum perspektivischen Zeichnen. Berechnung von Kantenlänge, Oberfläche und Inhalt einfacher Körper. Der Direktor.
Naturlehre: 5 Stdn. w. a) Physik: 3 Stdn. w Die Lehre vom Magnetismus, von der PFlektri- zität und von der Mechanik fester, flüssiger und luftförmiger Körper. Einiges aus der Lehre vom Licht. Wiederholungen. b) Chemie: 2 Stdn w. Die Metalloide und die technisch wichtigen Metalle. Im An- schluss an die einzelnen Elemente die wichtigsten Mineralien. Oberlehrer Dr. Ortloff.
Zeichnen: 2 Stdn. w. Zeichnen nach plastischen Ornamenten. Gedächtnisübungen. Zeichnen nach schwieriger darzustellenden Natur- und Kunstformen(Geräten, Gefässen, lebenden
Pflanzen, ausgestopften Vögeln). Malen nach farbigen Gegenständen. Lehrer Frese.
Linearzeichnen:(wahlfrei): 2 Stdn. w. Körper in Grund-, Auf- und Seitenriss. Abwickelungen, Schnitte und Durchdringungen. Lehrer Frese.
Vom Religionsunterricht befreit waren im Sommer keine Schüler, im Winter 10 Konfirmanden..
Vom Zeichnen betreit war kein Schüler. Am Linearzeichnen nahmen sämtliche Schüler von I, II und III mit Ausnahme von 4 Auswärtigen und 1 Einheimischen teil. Ausserdem waren 4 Auswärtige teilweise befreit.
Die Anstalt besuchten im Sommer 87, im Winter 87 Schüler: von diesen waren vom Turnen befreit:
Vom Turnunterricht überhaupt teilweise
Auf Grund ärztlichen Zeugnisses jim Sommer 2, im Winter 7[im Sommer 1, im Winter 1 aus anderen Gründen*) t„ 8 1.„„—[,„ 24,„ 19
„
zusammen im Sommer 3, im Winter 7 ſim Sommer 25, im Winter 20
also von der Gesamtzahl der Schüler„ 6. 3,5%,„„ 8%„„ 28,7%..„ 23%
Der Turnunterricht fand in der Schulturnhalle und auf dem zugehörigen Turnplatz statt, die auch von der Stadtschule benutzt werden. Es wurde in zwei Abteilungen geturnt und zwar turnten in Abteilung I die Schüler der drei oberen Klassen, in Abteilung II die der drei unteren Klassen.
*) Schüler aus benachbarten Ortschaften.


