Jahrgang 
1906
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Grammatische Wiederholungen. Synonymische und stilistische Unterweisungen. Schrift- liche Arbeiten drei- bis vierwöchentlich.

Hebräisch(2 St.). Elementar- und Formenlehre bis zu den verbis gutturalibus. Über- setzungen aus dem Hebräischen und in das Hebräische nach dem Lehrbuch.

Geschichte(3 St.). Orientalische, griechische und römische Geschichte bis 30 vor Chr. Geograph. Wiederholungen im Anschluß an das geschichtl. Pensum.

Mathematik(4 St.) Arithmetik: Gleichungen, besonders quadratische mit mehreren Unbekannten. Diophantische und Exponential-Gleichungen. Planimetrie: Besondere Sätze vom Dreieck. Einiges über harmonische Punkte und Strahlen sowie über Transversalen. Geometrische örter und Konstruktion algebraischer Ausdrücke. Trigonometrie: Die trigonometrischen Funktionen. Berechnung des rechtwinkligen Dreiecks. Goniometrische Formeln. Berechnung des ungleichseitigen Dreiecks mit Einschluß der Flächenbe- stimmungen.

Physik(2 St.). Wellenlehre. Akustik. Optik I. Wärmelehre. Meteorologie.

Unter-Secunda. Ordinarius: Coetus O: Werner, Coetus M: S.: Uckermann, W.: Knauff.

Evangelische Religionslehre(2 St.). Poetische und prophetische Schriften des alten Testaments. Einleitende Ubersicht des neutestamentlichen Kanons. Evangelium des Lukas. Bibellesen behufs Ergänzung der in Unter- und Obertertia gelesenen Abschnitte.

Wiederholung des Katechismus, Darlegung seiner inneren Gliederung. Wiederholung von Sprüchen, Liedern und Psalmen.

Deutsch(3 St.). Wilhelm Tell. Glocke. Dichter der Freiheitskriege.

Minna von Barnhelm. Jungfrau von Orleans.

Einzelne Abschnitte aus der Lektüre gelernt. Prosalektüre nach dem Lesebuch. Privat- lektüre namentlich mit Benutzung, der Klassenbibliothek.

Schriftliche und mündliche Ubungen im Disponieren. Vorträge und Referate im An- schluß an die Lektüre. Aufsätze, teils im Anschluß an die Klassenlektüre, teils kleine Ab- handlungen, vierwöchentlich.

Themata der deutschen Aufsätze.

Coetus 0: S.: 1. Was erfahren wir in der ersten Scene des Dramas Wilhelm Pell über die Persönlichkeit dieses Mannes? 2. Mit welchem Rechte dürfen Melchthal, Stauffacher und Fürst als die Vertreter des ganzen Schweizervolkes angesehen werden? 3. Aufbau und Entwickelung der Handlung im vierten Akt von Schillers Wilhelm Tell.(Klassenaufsatz.)

W.: 1. Mit welchem Recht urteilt Tellheim über Just:Es gibt keine völligen Unmenschen? 2. Frankreichs Lage nach dem Prolog zur Jungfrau von Orleans. 3. Thibaut d'Arc und Johanna. 4. In welcher Seelenstimmung erscheint uns die Jungfrau von Orleans im letzten Aufzuge der Schillerschen Tragödie? 3

Coetus MI: S.: I. Pallas Athene im 1. Buche der Odyssee. 2. Wodurch wird die Vaterlandsliebe Johannas geweckt und genährt? 3. Johannas erstes Zusammentreffen mit dem Könige(einstündige Klassenarbeit.) 4. Was treibt den Menschen in die Ferne?(Klassenaufsatz.).

W.: 1. Land und Leute der Schweiz nach der 1. Scene von Schillers Tell. 2. Der Tod als Würger von Alfred Rethel. 3. Inwiefern ist das Denkmal Priedrichs des Großen Unter den Linden an einem besonders geeigneten Platze errichtet? 4. Wie bewährt Wilhelm Tell seinen AusspruchDer Starke ist am mächtigsten allein?(Klassenaufsatz.)

Latein(7 St.). Liv. XXI. u. XXII. in Auswahl. Cic. Catil. I. III.

Auswahl aus Ovids Tristien. 30 Verse gelernt.

Einübung der oratio obliqua und der hypothetischen Sätze. Wiederholungen und Er- gänzungen der Kasus-, Tempus- und Moduslehre.

Mündliche Übersetzungen ins Lateinische. Wöchentlich je ein Extemporale oder ein Exercitium. Einmal im Vierteljahr eine schriftliche Ubersetzung aus dem Lateinischen.

Griechisch(6 St.). Coetus O: S.: Xenoph. Anab. Odyssee I und V. W.: Xenoph. Hellen. Odyss. VIIX. Etwa 50 Verse gelernt.