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D. Chronik.
Mit Beginn und im Laufe des Schuljahres traten in. dem Lehrerpersonale erhebliche Verände- rungen ein. Durch Allerhöchstes Dekret: vom 17. März 1880 wurde Reallehrer Dr. Textor an das Gym- nasium zu Giessen versetzt.
Bei Eröffnung des Schuljahres am 15. April wurde der Unterzeichnete von Ilerrn Geh. Ober- scehulrat Becker in sein Amt eingeführt. An demselben Tage traten Reallehrer Dr. Stork, vorher Lehrer an dem Gymnasium zu Bensheim, der provisorische Lehrer Julius Heilmann und der Aspirant für das höhere Lehramt Eduard Härter als Accessist in die Anstalt ein.
Der frühere Kollege G. Schwabe, der vor Ostern 1850 zum Lehrer an dem Gymnasium zu Bensheim ernannt worden war, konnte wegen eines Lumgenleidens, das sich schon vor mehreren Jahren bei ihm eingestellt und in der letzten. Zeit einen bedenklichen Charakter angenommen hatte, sein neues Amt nicht übernehmen. Er blieb in Alzey in der Hoffnung nach: eingetretenem wärmerem Wetter dureh eine Veränderung seines Aufenthaltes Stärkung seiner Gesundheit zu finden. Allein seine zunehmende Schwäche machten die Ausführung dieses Planes unmöglich. Am 15. Juli erlag er seiner schweren Krankheit. Lehrer und Schüler der Anstalt, für die er viele Jahre mit der aufopferndsten'Thätigkeit ge- wirkt hatte, gaben ihm das Greleite zur letzten Rubestätte.
Durch Allerhöchstes Dekret vom 17. Juli wurde Reallehrer Dr. Wiederhold zum Lehrer an ‚der Realschule zu Darmstadt ernannt. Zu seinem Ersatze wurde Reallehrer Dr. Langsdorff aus Alsfeld hierher versetzt.
Mit dem Sehlusse des Sommersemesters erlosch«die provisorische Verwendung des Reallehrers Heilmann.
Amı 1. Oktober übernahm Musikdirektor Ilüfner,, der seit Juni 1874 den Gesangunterricht an unserer Schule geleitet hatte, eine Stelle als Organist in Ilalberstadt. Den Gesangunterricht erteilt seit ‚dieser Zeit Reallehrer Kolb. Um die Stunden, von denen dieser in Folge dessen befreit werden musste, zu besetzen. wurde durch ministerielle Verfügung Accessist E. Härter als provisorischer Lehrer verwendet.
Mit Anfang des Wintersemesters trat der frühere Lehrer an dem Gymnasium zu Birkenfeld, Ferdinand Dreher, der durch Allerhöchste Entschliessung vom 14. Juni zum Lehrer an der hiesigen Realsehule ernannt worden.war, sein neues Amt an.
Durch hohe Verfügung vom 12. November wurde der Aspirant für das höhere Lehramt N. Steuerwald aus Bass Wiesen zum Aceesse an unserer Anstalt zugelassen.
Durch Erkrankungen von Lehrern wurde der Unterricht mehrmals jedoch nur vorübergehend gestört. Der Gesundheitszustand der Schüler war gut.
Unsere. Bibliothek erhielt von verschiedenen Verlagsbuchhandlungen Geschenke.
is gingen als weitere(iaben ein:
a. für die Naturaliensammlung:
Von Rudolf Brand IV. Kl.: ein Stück von einem unterseeischen Telegraphenkabel.
Vor Heinrieh Dürkes V. Kl.: Schädel einer Ziege.
Von Alfred Koppel V. Kl.: Schädel einer Katze.
Von Otto Busch und Alfons Vogel VI. Kl.: ein Rebhuln.
Von Jakob Ess VII. Kl: Erze aus hiesiger Gegend.
Von Erwin Römer VII. Kl: ein ausgebulgtes grosses Wiesel.
Den bedeutendsten Zuwachs bildet eine von dem verstorbenen Kollegen Schwabe, der der Ver- vollständigung unserer Sammlungen überhaupt seine eifrigste Sorge zuwandte, der Schule hinterlassene Mineraliensammlung.
b. für die Münzsammlung:
Von den Ilerrn Dr. Weiffenbach und Kreiskasserechner Schäfer, sowie von den Rtealschülern Balzer) Baum, Fr, Beiser, H. Beiser, Günther, Liebmann, Schneider, Schott, Stanger, Stumpf anni IVEKl., Kühn, A. Löwenstein, ‚J. Roos, W eber, M. Wolf aus der V.Kl., Baum, Braubach, Christ, Eltz, Levi, Maier, Mayer, Rust, Samesreuther, Schweickert, Stenerwald aus der VII. Kl., Conradi, H. Dietz, K. Eller, Feld- mann, Ierberg, Rausch, Strauss aus der VIIL Kl.: verschiedene Münzen.
. für die ethnographische Sammlung:
Von Herrn Karl alla, Preetorius: eine alte Vertragsurkunde.
Wir sagen mer geit den gütigen Gebern den gebührenden Dank.


