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d. Nachricht
über diejenigen Schüler, welche zu Oſtern 1878 die Anſtalt nach erfolgreicher Durchlaufung der I. Klaſſe mit dem
Zeugniß der Reife verlaſſen haben, mit welchem den Realiſten zugleich das Befähigungszeugniß für den einjährig⸗
freiwilligen Militärdienſt ertheilt wird, während die Gymnaſialſchüler daſſelbe nur in einem vollſtändigen Gymnaſium erlangen können.
1. Ahles Philipp aus Badenheim, 16 Jahre alt, hat ſich der Landwirthſchaft gewidmet. 2. Born Jakob aus Wörrſtadt, 16 ½ Jahre alt, hat ſich dem Kaufmannsſtande gewidmet. 3. Dexheimer Johann aus Spiesheim, 17 Jahre alt, iſt auf die Realſchule J. Ordnung zu Offenbach übergegangen. 4. Dörrer Heinrich aus Alzey, 17 Jahre alt, hat ſich dem Kaufmannsſtande gewidmet. 5. Eicher Johannes aus Wendelsheim, 18 Jahre alt, hat ſich der Pharmacie gewidmet. 6. Eß Johann aus Wahlheim, 19 Jahre alt, iſt auf die Realſchule I. Ordnung in Darmſtadt übergegangen. 7. Grode Julius aus Odernheim, 18 Jahre alt, hat ſich der Landwirthſchaft gewidmet. 8. Gunderloch Friedrich aus Guntersblum, 17 Jahre alt, iſt auf die Realſchule I. Ordnung in Darmſtadt über⸗ gegangen.. 9. Hartmann Georg aus Alzey, 18 Jahre alt, iſt auf die Realſchule IJ. Ordnung in Darmſtadt übergegangen. 10. Haſſelbach Reinhard aus Heimersheim, 17 Jahre alt, hat ſich der Landwirthſchaft gewidmet. 11. Hecht Wilhelm aus Alzey, 16 ½ Jahre alt, iſt auf das Gymnaſium zu Worms übergegangen. 12. Hofmann Wilhelm aus Volrheim, 18 ½ Jahre alt, hat ſich dem Kaufmannsſtande gewidmet. 13. Jakob Georg aus Odernheim, 18 Jahre alt, iſt auf die Realſchule I. Ordnung zu Offenbach übergegangen. 14. Jaudt Jakob aus Gundersheim, 18 Jahre alt, iſt auf das Gymnaſium zu Worms übergegangen. 15. Kiſſel Ludwig aus Alzey, 16 Jahre alt, iſt auf das Gymnaſium zu Worms übergegangen. 16. Köhler Adolf aus Bornheim, 16 ½ Jahre alt, iſt auf die Realſchule I. Ordnung in Darmſtadt übergegangen. 17. Lauckhard Karl aus Alzey, 16 Jahre alt, hat ſich dem Finanzfache gewidmet. 18. Mann Johann aus Wonsheim, 18 Jahre alt, iſt auf das Gymnaſium zu Bensheim übergegangen. 19. Müller Richard aus Obermoſchel im Königreich Bayern, 17 Jahre alt, hat ſich der Gerberei gewidmet. 20. Salomon Oskar aus Sprendlingen, 17 ½ Jahre alt, hat ſich dem Kaufmannsſtande gewidmet. 21. Schard Ludwig aus Metz, 18 Jahre alt, hat ſich dem Kaufmannsſtande gewidmet. 22. Siegel Markus aus Alzey, 17 Jahre alt, hat ſich dem Kaufmannsſtande gewidmet. 23. Süßkind Albert aus Alzey, 17 Jahre alt, hat ſich dem Kaufmannsſtande gewidmet. 24. Weidmann Theodor aus Bornheim, 17 Jahre alt, hat ſich der Landwirthſchaft gewidmet.
D. Schulchronik.
1. Am 28. Mai 1878, dem Wilhelmstag, machten die ſechs Realklaſſen mit der Mehrzahl der Lehrer einen Ausflug, zu dem wir zunächſt bis Kirchheim⸗Bolanden die Eiſenbahn benutzten. Von da an machten wir den 4 ſtündigen Weg um den öſtlichen und nördlichen Abhang des Donnersbergs herum zu Fuß. Das Wetter be⸗ günſtigte uns bis zur Ruine Falkenſtein in erfreulichſter Weiſe. Dort aber gewahrten wir das Aufſteigen eines von Süden heranziehenden Gewitters, das uns ſchnell von der Höhe ins herrliche Thal hinabtrieb. Kaum aber hatten wir den ſonſt intereſſanteſten Theil deſſelben, den ſchluchtartigen Einſchnitt in die dichtbewaldeten, ſteil anſteigenden Berglehnen betreten, ſo brach ein ſchauerliches, mit ſtärkſtem Regen und Hagel verbundenes Unwetter los, wie es wohl noch keiner von uns im Freien erlebt hat. Der Donner krachte und rollte unaufhörlich über unſern Häuptern, mehrere Blitze fuhren zu unſerer Rechten und Linken in die in nächtliches Dunkel gehüllten Wälder herab, und bald war die ganze Geſellſchaft von Kopf bis zu Fuß durchnäßt. Eben als das Unwetter etwas nachließ, erreichten wir das von Ginandſche Hofgut, in deſſen Räumen wir uns unterſtellten und das Aufhören des Regens abwarteten. Dann eilten wir die theilweiſe von rauſchendem Bergwaſſer überſtrömte Straße hinab nach dem Ginandſchen Hütten⸗ werk, das wir aber ſchnell durchſchritten, um bald nach Winnweiler zu gelangen. Hier war uns jedoch zu der er⸗ ſehnten und höchſt nöthigen Erholung und Erfriſchung nur ein halbſtündiger Aufenthalt in dem Gaſthauſe zur Pfalz geſtattet. Dann ging es, Anfangs leider wieder unter ſtrömendem Regen, nach der Eiſenbahnſtation Langemeil, von


