Jahrgang 
1925
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9.

(Lothr.). Examen für Lehrbefähigung an Höh. Mädchenschulen am Seminar des Ober- lyzeums zu Straßburg(Elsaß) Herbst 1901. Herbst 1904 bis Herbst 1907 Höh. Mädchen- schule Forbach(Lothr.)., Bis Herbst 1914 Höh. Mädchenschule in Münster(Oberelsaß) 1915 bis 1918 Höh. Mädchenschule Bischweiler(Unterelsaß).

Am 4. 4. 21 wurde Herrn Studienassessor Dr. Müller zunächst'/, Lehrstelle an unserer Anstalt übertragen. Dr. Imre Müller, geb. 16. 7. 1891 in Boicza(Siebenbürgen). Nach Studium an den Universitäten Heidelberg, Freiburg und Gießen am 31. 7. 1914 zum Dr. phil. promoviert. Vom 14. 8. 14 bis 20. 8. 17 im Felde, dann als Leutnant in franz. Gefangenschaft bis Weihnachten 1919. Staatsprüfung am 4. 5. 17 in Gießen. Ostern 1920 bis Ostern 1921 Referendariahr am Neuen Gymnasium zu Darmstadt. Von

da ab an unserer Anstalt.

Ostern 1922 ging Herr Reallehrer Peter Böhner für den nach Sprendlingen ver- setzten Schulverwalter Hirschmann von der Realschule an unsere Anstalt über, wo er bereits früher vom 29. 6. 1895 bis Herbst 1912 tätig war.

1923.

Ostern 1923 erlitt die Anstalt durch Ausweisung den plötzlichen Verlust von 3 Lehrkräften. Es waren dies der mittlerweile mit Wirkung vom 15. 12. 24 in den Ruhe- stand getretene Herr Rektor Heinrich Balser, Frl. Lehrerin Luise Pöpperling und Herr Lehrer Gustav Zöll. Von diesen kehrt nur Herr Zöll Ostern 1925 wieder zurück. Als Ersatz für die Ausgewiesenen wurden der Anstalt überwiesen: 1.) Frl. Studienassessor Dr. Else Gutermuth aus Darmstadt, geb. 3. 2. 92 in Aachen, Reifeprüfung Ostern 1912 am Realgymnasium zu Darmstadt. Sommer 1920 Fakultätsprüfung in Deutsch, Englisch und Geschichte an der Universität Giessen. Im gleichen Jahr daselbst zum Dr. phil. promoviert. Herbst 1920 bis Herbst 1921 Seminarjahre an der Viktoriaschule zu Darmstadt. Bis Juli 1922 Lehrerin im Dominikanerinneninstitut St. Agnes zu Luzern. Von da an bis Ostern 1923 im Haushalt der Eltern tätig.

2.) Herr Studienassessor Georg Dirigo, geb. 27. 11. 93 zu Alzey. Reifeprüfung Ostern 1914. War während des ganzen Krieges als Leutnant im Felde. Fakultätsprüfung Februar 1922 an der Landesuniversität Gießen in Deutsch, Englisch und Geschichte.

3.) Fräulein Schulverwalterin Anna Frenzel, geb. 6. 5. 1900 zu Friedberg. Wissen- schaftliche Abschlussprüfung am Lehrerinnenseminar der Viktoriafchule zu Darmstadt am 21. 3. 19. Praktische Fachprüfung ebenda am 16. 3. 20.

Am 16. 5. 23 wurde Frl. Sibylle Frank definitiv als Turn- und Handarbeitslehrerin angestellt. Das schwere Jahr 1923 stellte an die seelische Widerstandskraft des Kollegiums und der Schülerinnen überaus große Anforderungen. Alle taten mit hingebender Treue in unwandelbarer Festigkeit durch die Stürme wirtschaftlicher und politischer Not hindurch ihre Pflicht, und allen sei hier nochmals von Herzen gedankt.

1924,

Fräulein Oswald schied am 1. 12. 1924 aus dem Lehrkörper unserer Anstalt aus, um sich zu verheiraten. Die Schule verlor in ihr eine tüchtige, von ernstem Pflichtbe- wußtsein getragene Lehrkraft. An ihre Stelle trat vertretungsweise Frl. Studienreferendar Anna Heiland aus Worms, geb. 30. 9. 98. Reifeprüfung Ostern 1917 an der Oberrealfchule Worms. Herbst 1917:bis Frühjahr 1921 Studium an der Universität Frankfurt am Main, Ostern 1921 bis Ostern 1923 an der Universität Gießen. Fakultätsprüfung Ostern 1923. Bis Ostern 1924 Vorbereitungsdienst an der Höh. Mädchenschule Gießen. Zweites Vor- bereitungsjahr an der Eleonorenschule zu Worms, vom 2. 6. 24 bis 18. 7. 24 und vom 3. 12. 1924 bis Ostern 1925 mit gleichzeitiger Verwaltung einer Lehrerinnenstelle an unserer Schule.

Zur Herstellung von Beziehungen mit dem Ausland und zwecks sprachlicher Fort- bildung wurden durch. Vermittlung der Universität Gießen Ferienzusammenkünfte in Wolfach im Schwarzwald zwischen deutschen Philologen u. Engländern u. Engländerinnen aller Gesellschaftsklassen, sogenannte holiday-fellowships, eingerichtet, woran auch Herr Studienassessor Dirigo vom 1 9. bis 15. 9. 24 teilnahm.