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im Unterricht. Lektüre: Ausgewählte Abschnitte aus Ostermanns pädagog. Lesebuch. Lienhard und Gertrud.
2. Evangelische Religion. a. Religionslehre: Die Lehre von Gott. Die christ- liche Gottesanschauung und ihre Gegner. Die Lehre vom Menschen. Wiederholung der vorge- schriebenen Kirchenlieder.
b. Bibelkunde: Entstehung und Inhalt der alttestamentlichen Schriften. Das Judentum der exilischen und nachexilischen Zeit. Die hebräische Poesie. Das Prophetentum. Die geistigen Strömungen zur Zeit Jesu.
Katholische Religion. a. Religionslehre: Sittenlehre. Kirchenjahr. b. Religionsgeschichte. Einleitung und Biblische Geschichte des Alten Testaments.
3. Deutsche Sprache. a. Lesen und Literatur: Abschnitte aus„Jlias“,„Hermann und Dorothea“,„Wilhelm Tell“,„Zriny“ und„Ernst, Herzog von Schwaben“. Im Anschluss an die Lektüre die Romantiker, die Sänger der Freiheitskriege und die Schwäbischen Dichter. Das Wichtigste über Versmass und Reim an der Hand gelesener oder auswendig gelernter Proben. Als häusliche Lektüre: Romantische Novellen; Hansjakob, Valentin der Nagler.
b. Stil: 12 Aufsätze und eine Anzahl Entwürfe.
c. Grammatik: Laut- und Wortlehre.
4. Arithmetik und Algebra. Proportionen; Potenzen, Wurzeln und Logarithmen. Lineare Gleichungen.
5. Geometrie. Streckenverhältnisse und Ähnlichkeitslehre. Die Ellipse. Einige Sätze über Parabel und Hyperbel.
6. Geschichte. Geschichte der Griechen und Römer.
7. Geographie. Australien, Amerika, Afrika und Asien mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Kolonien.
8. Naturgeschichte. a. Botanik und Anthropologie: Entdeckung, Bestandteile und Lebenstätigkeiten der Zelle. Einheitlichkeit der hauptsächlichsten Lebenserscheinungen bei Pflanze und Tier. Unterschied zwischen der pflanzlichen und tierischen Zelle. Zusammenschluss der Zellen zu Geweben. Arbeitsteilung und Gewebeformen. Mehrzellige Organismen. Schutz und Festigung des Pflanzenkörpers. Bau und Aufgaben der einzelnen Pflanzenteile(Wurzel, Stengel, Blätter). Energiewechsel. Fortpflanzung. Im Winter wurde der Mensch biologisch behandelt und im Anschluss daran die höheren Wirbeltiere betrachtet.
b. Schülerübungen(Winter): Versuche über Osmose, Keimung von Samen und Wachstum der Pflanze und ihrer einzelnen Teile.
c. Excursionen(Sommer); Biologische Betrachtung von Naturkörpern. Bestimmungs- übungen an Pflanzen.:
9. Naturlehre. Physik: Mechanik der flüssigen und luftförmigen Körper. Wärmelehre; Meteorologie.
10. Französisch. Elementarbuch von Ploetz und Wetterling, Ausgabe H, Lektion 49 bis 70. Einige Gedichte.
11. Schönschreiben. Deutsche und lateinische Kurrentschrift; Einführung in die Steno- graphie nach System Gabelsberger.
12. Zeichnen. Umrisszeichnen nach einfachen Körpern zum Erlernen des perspektivischen Sehens. Lichtwirkung der krummlinigen Körper(Rund- und Hohlstab, Kugel, Leiste, Blattform und anderes). Skizzierübungen und Gedächtniszeichnen.
13. Turnen. Ordnungs-, Frei- und Geräteübungen, Turnspiele, Keulenschwingen.
14. Musik. a. Musiktheorie: Allgemeine Musiklehre, Intervallenlehre, die Dreiklänge der Dur- und Molltonarten, die Umkehrung der Dreiklängc, Ausarbeitung von Beispielen, Analyse kleiner Tonstücke.
“ b. Gesang: Uebungen und Lieder. Musikdiktat.
c. Klavierspiel: Technische Uebungen, Dur- und Molltonleitern. Ausgewählte Sona- tinen und Stücke, vierhändige Stücke.
d. Violinspiel: Uebungen und Tonleitern nach der Violinschule von Linnarz, Lieder, Choräle und Duette, Verschiedene Stricharten. Die gebräuchlichen Verzierungen. Die Ill. Lage.


