Be. 124 m
0.8. Deutsche Sprahe. a. Lesen und Literatur: Gelesen würden ausge- wählte Stücke aus dem Lesebuch von Kehr und Kriebitzsch, III. Band;„Die Jungfrau von Orleans“ von Schiller;„Götz von Berlichingen“ von Goethe;„Minna von Barnhelm*“ von Lessing. Mehrere Gedichte wurden auswendig gelernt Das Notwendigste aus Poetik und Metrik. Aus der Literaturgeschichte die zweite Blüteperiode.
b. Stil: Das Wichtigste aus der Stilistik; Ubungen im Disponieren und Aus- arbeiten von Entwürfen; 13 Aufsätze.
c. Grammatik: Die Satz-und Interpunktionslehre. Wiederholung der Wortlehre.
4. Arithmetik und Algebra. Gleichungen des ersten Grades mit einer und mehreren "Unbekannten; Potenzieren; Logarithmen und ihre Anwendung zur Auflösung von Exponentialgleichungen; quadratische Gleichungen mit einer und zwei Unbekannten. Komplexe Zahlen. x;
5 Geometrie. Die Ähnlichkeit der Figuren, Goniometrie und ebene Trigonometrie, Wiederholung der wichtigsten Sätze aus der Planimetrie. Konstruktionsaufgaben.
6. Geschichte. Deutsche Geschichte bis zum Jahre 1648.
7. Geographie. Europa, besonders Deutschland. Übersichtliche Wiederholung der übrigen Erdteile.
8. Nafurgeschichte, Innerer Bau und Leben der Pflanzen.- Die deutschen Wald- bäume und viele Kolonial- und Gewürzpflanzen, ferner die wichtigsten Pflanzenfamilien aus dem Gebiete der Monokotyledonen und zwölf wichtige Repräsentanten der Akotyle- donen— Übersicht des Tierreichs; spezielle Betrachtung der Wirbeltiere und wirbel- losen Tiere mit besonderer Berücksichtigung der biologischen Verhältnisse. Methodik des naturgeschichtlichen Unterrichts in der Volksschule.
9. Naturlehre. a. Physik: Magnetismus, Elektrizität, Schall. Anleitung zum Anstellen von Versuchen mit möglichst einfachen Hülfsmitteln.
b. Chemie und Mineralogie: Die wichtigsten Elemente und ihre Ver- bindungen mit besonderer Berücksichtigung derjenigen, die in der Natur vorkommen.
10. Französisch. Gelesen wurde: Le tour de la France par G. Bruno, Cap I-XVI. Im Anschluss an die Lektüre das Wesentliche aus der Formenlehre des Substantivs, Adjektivs, Adverbs. Das Zahlwort, die ‚Präposition. Wortstellung. Zeiten und Moden. (Plötz, Schulgrammatik, Lektion 29—58).
11. Schönscreiben. Fortgesetzte Übung der deutschen und der lateinischen
Schrift. Einübung der Rundschrift. Übung im Vorschreiben an der Wandtafel; Me- thodik des Schreibunterrichts
12. Zeihnen a. Freihandzeichnen: Zeichnen nach lebenden Pflanzen als Umriss- oder Silbuuettenstudien(freie Pinselarbeiten). Zeichnen nach Gipsabgüssen von Blättern, Zweigen und Früchten.
b.Geometrisches Zeichnen: Flächenmuster im Viereck und Kreise.
13. Turnen. Fortsetzung der Ordnungs-, Frei- und Gerätübungen, zum Teil mit Musikbegleitung, Turnspiele.
14. Musik. a Musiktheorie: Der Dominantseptimenakkord und seine Um- kehrungen, Nebenseptimen-Akk. und Umk., Ausarbeitung bezifferter Bässe und Choräle. Modulation. a ns
b. Gesang: Übungen zum Zwecke der Tonbildung und guter Anssprache, Treffübungen und Lieder.— Evangel. Choralgesang: Eine grössere Anzahl Choralmelodien wurde eingeübt.
c. Orgelspiel: Manual- und Pedalübungen, kleine Präludien, Kadenzen, Choräle..
d. Violinspiel: Übungen und Tonleitern in der l. und 3. Lage, Doppel- griffe, Lieder, Choräle, Stücke und Duette aus der Violinschule von Linnarz. Duette alter ‘Meister, Sammlung Abel, Heft II und Heft I., Auswendigspielen von Volksliedern.
2; e. Klavierspiel: Die Dur- und Molltonleitern, Stücke aus Köhlers praktischem Lehrgang. Stücke älterer und neuerer Meister von verschiedener Schwierigkeit, vier- händige Stücke.


