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b. Religionsgeschichte: Biblische Geschichte des alten Testamentes.
Israelitische Religion wie in der Unterklasse.
3. Deutsche Sprache. a. Lesen und Litteratur: Gelesen wurden ausgewählte Stücke aus dem Lesebuch von Kehr und Kriebitzsch, III Band;„Die Jungfrau von Orleans‘ von Schiller;„Götz v. Berlichingen“ von Goethe;„Torquato Tasso“ von Goethe. Mehrere Gedichte und Stellen aus„Jungfrau von Orleans“ wurden auswendig gelernt. Das Notwen- digste aus Poetik und Metrik. Aus der Litteraturgeschichte die II. Blüteperiode.
b. Stil: Das Wichtigste aus der Stilistik; Uebungen im Disponieren und Aus- arbeiten von Entwürfen; Aufsätze und Briefe; Eingaben an Behörden.
c. Grammatik: Die Satz- und Interpunktionslehre im Anschluss an die Schul- grammatik von Engelien, III. Teil. Wiederholung der Wortlehre.
4. Arithmetik und Algebra. Ausziehen der Quadrat- und Kubikwurzel aus Aggregaten. Gleichungen des ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten; Logarithmen und ihre Anwendung zur Auflösung von Exponentialgleichungen; rein und gemischt quadratische Gleichungen mit einer und zwei Unbekannten; Rechnungen des bürgerlichen Lebens nach dem Einheits- und Mehrheitsschluss mittelst Proportionen und Gleichungen; der Kettensatz.
5. Geometrie. Die Aehnlichkeit der Figuren, Goniometrie und ebene Trigonometrie. Wiederholung der wichtigsten Sätze aus der Planimetrie.
6. Geschichte. Deutsche Geschichte bis zum Jahre 1648.
7. Geographie. Europa, besonders Deutschland. Uebersichtliche Wiederholung der übrigen Erdteile.
8. Naturgeschichte. Innerer Bau und Leben der Pflanzen. Die deutschen Waldbäume und viele Kolonial- und Gewürzpflanzen, ferner die wichtigsten Pflanzenfamilien aus dem Gebiete der Monokotyledonen und zwölf wichtige Repräsentanten der Akotyledonen.— Ueber- sicht des Tierreichs; spezielle Betrachtung der Wirbeltiere und wirbellosen Tiere. Methodik des naturgeschichtlichen Unterrichts in der Volksschule.
9, Naturlehre. a. Physik: Magnetismus, Elektrizität, Schall.— Anleitung zum Anstellen von Versuchen.
b.Chemie und Mineralogie. Die wichtigsten Elemente und ihre Verbindungen mit besonderer Berücksichtigung derjenigen, die in der Natur vorkommen.
10. Französisch. Schulgrammatik von Plötz, Lekt. 29-58.„Deux Contes“ par Erck- mann-Chatrian.|
11. Schönschreiben. Fortgesetzte Uebung der deutschen und lateinischen Schrift.- Ein- übung der Rundschrift. Uebung im Vorschreiben an der Wandtafel; Methodik des Schreib- unterrichts.
12. Zeichnen. a. Freihandzeichnen: Krummlinige Figuren in Verbindung mit 3latt- und Blumenformen; Ornamente; Uebung im Schattieren und im Malen mit Wasserfarben.
b. Geometrisches Zeichnen: Konstruktion der Senkrechten, Parallelen, Winkel, regelmässigen Vielecke, des Kreises und über den Kreis. Kreisteilung und reguläre Polygone. Konstruktion von Ovalen, Spiralen; Ellipse, Hyperbel und Farabel. Zeichnung verschiedener Gewölbebogen(verzierte Rundbogen, Spitzbogen und gotisches Masswerk)
13, Turnen. Fortsetzung der Ordnungs-, Frei- und Gerätübungen, Turnspiele.
14, Musik. a. Musiktheorie: Der Dominantseptimenakkord und seine Umkehr- ungen, Ausarbeitung bezifferter Bässe und Choräle. Modulation. Repetition des vorj. Pensums.
b. Gesang: WUebungen zum Zwecke der Tonbildung und guter Aussprache, Treff- übungen und Lieder.— Evangel. Choralgesang: Eine grössere Anzahl Choralmelodien wurden eingeübt.— Kathol. Choralgesang: Die wichtigsten Melodien aus dem Diözesangesangbuch. Die Elemente des gregorianischen Chorals mit Beispielen.
c. Orgelspiel: Mannual- und Pedalübungen, kleine Präludien, Kadenzen, Ohoräle.
d. Violinspiel: Uebungen und Tonleitern in der 1. und 3. Lage; Lieder, Ohoräle, Stücke und Duette aus der Violinschule von Linnarz. Duette aus der Sammlung von Abel. Answendigspielen von Volksliedern,


