Jahrgang 
1893
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F. Gottesdienst.

Die Seminaristen beteiligten sich regelmässig an dem Gottesdienst ihrer Religions- gemeinde.

G. Zur Geschichte der Anstalt.

Das Schuljahr nahm seinen Anfang am 9. Mai 1892. Tags darauf fand die feier- liebe Einweisung des Unterzeichneten in sein neues Amt vor versammelter Schulgemeinde und einer Anzahl geladener Gäste durch Herrn Geheimen Oberschulrat Greim statt.

Leider hat die Anstalt in diesem Jahre den Verlust eines verdienten und allerseits hochgeschätzten Lehrers zu beklagen. Herr Heinrich Weinel litt schon längere Zeit an einer Herzerkrankung;; gleich nach Beginn des Schuljahres musste er sich wiederholt des- wegen vertreten lassen. Ein ihm durch hohe Verfügung vom 29. Juni 1892 bewilligter längerer Urlaub hatte nicht den gewünschten Erfolg, und am 27. September erlag er seinen Leiden. Der Heimgegangene hat seit dem 15. April 18»1 mit seltener Pflichttreue und dem besten Erfolg an unserer Anstalt gewirkt. Sein Andenken wird darum auch bei Kollegen und Schülern ein gesegnetes bleiben.

Mitder aushilfsweisen VerseLung seiner Stelle wurde durch hohe Verfügung vom 29. Juni 1892 Herr Heinrich Mathes, Lehrer an der städtischen Schule dahier, betraut.

Durch Allerhöchstes Dekret vom 6. Juli 1892, bezw. 3. Dezember 1892 wurden die Herren Dr. Heineck und Rötger definitiv zu Lehrern unserer Anstalt ernannt,

Am 10. November 1892 inspizierten die Herren Geheimer Staatsrat Dr. v. Knorr und Geheimer Oberschulrat Greim die Anstalt.

Der(esundheitszustand der Seminaristen war im allgemeinen gut. Ein braver und fleissiger Schüler der Mittelklasse, Johann Wolf aus Ober-Hilbersheim, starb am 18. Januar 1892 nach längerem Kranksein im Elternhause.

Die Allerhöchsten Geburtstage Sr. Königlichen Hoheit des Grossherzogs und Sr. Majestät des Kaisers sowie der Sedantag wurden festlich begangen.

Für die der Anstalt überwiesenen(seschenke sagen wir den freundlichen Gebern verbindlichsten Dank.