0. I. Ober-Klasse.
I. Pädagogik. Schulkunde. Ausgedehnte Repetitionen. Spezielle Methodik im An- schluss an die Unterrichtsübungen bei den Fachlehrern.
2. Evangelische Religion. a. Religionslehre: Die Lehre von dem heiligen Geiste und von den letzten Dingen. Wiederholung der übrigen Abschnitte der Religionslehre, sowie der Sittenlehre. Bilder aus der Kirchengeschichte im Anschluss an den Leitfaden für evangelische Volksschulen von O. Bischoff.
b. Bibelkunde: Kurze Einleitung in die Apostelgeschichte und in die neu- testamentlichen Briefe im Anschluss an Lektüre.und Erklärung der Apostelgeschichte und ausgewählter Abschnitte der Briefe. Wiederholung der Einleitung in das Alte und in das Neue Testament und der Geschichte des Volkes Israel.
Katholische Religion: a. Religionslehre: Allgemeine Glaubens- lehre. Wiederholungen aus der speziellen Glaubens- und der Sittenlehre.— Anleitung zur Behandlung des Katechismus und der biblischen Geschichte in der Volksschule.
b. Religionsgeschichte: Kirchengeschichte.
3. Deutsche Sprache..a. Lesen und Litteratur: Übersicht über die Geschichte der deutschen Litteratur bis zum Tode Goethes im Anschluss an Kluge:„Geschichte der deutschen National-Litteratur.- Gelesen wurden: Schillers„Wallenstein“,„Die Braut von Messina“,„Maria Stuart‘, Goethes„Götz von Berlichingen“ und ausgewählte Stellen aus„Wahrheit und Dichtung“; Stücke aus dem Leseluch. Mehrere Gedichte, sowie Stellen aus den Dramen wurden auswendig gelernt.
b. Stil: Stilistische Belehrungen; alle vier Wochen ein Aufsatz.
ec. Grammatik: Wiederholung der Wort- und Satzlehre mit entsprechenden Erweiterungen. Schriftl. Satzanalyse.
4. Aritnmetik und Algebra. Gleichungen des zweiten Grades; diophantische und logarithmische Gleichungen; arithmetische und geometrische Reihen; Versen: und
Rentenrechnung.-—— Trigonometrische Aufgaben.-—- Bürgerliche Rechnungsarten; hysi- kalische Rechenaufgaben.— Methodik des Rechenunterrichts im Anschluss an die Unter- richtsübungen.
5. Geometrie. Die Lehre von der Lage der Ebenen in Verbindung mit graden Linien. Die körperliche Ecke und die regelmässigen Polyeder. Prisma, Cylinder, Pyra- mide, Kegel, Kugel. Geometrische Berechnungen’und Konstruktionen. Repetition."Me- thodik des geometrischen Unterrichts in der Volksschule.
6. Geschichte. Neuere, vorwiegend deutsche Geschichte bis zur Errichtung des deutschen Reiches; Abriss der Geschichte von Hessen.
7. Geographie. Mathematische Geographie. Geographische Repetitionen.
8. Naturlehre.e Wärme, Magnetismus und Elektrieität. Wiederholungen.— An- leitung zum Anstellen von Versuchen und Anfertigen einfacher physikalischer Lehr- mittel. Methodik des physikalischen Unterrichts in der Volksschule.
9. Naturgeschicnte. Krystallographie und Mineralogie. Beschreibung gemengter Mineralien, Geologie und die geologischen Zeitalter. Repetition des Pensums der Natur- geschichte der beiden anderen Klassen.
I0. Französische Sprache. Schulgrammatik von Plötz, Lekt. 51—65. Gelesen wurden in der Chrestomathie von Plötz einzelne Stücke der 3. und 4. Sektion, ferner sämtliche Stücke der 5. und 6. Sektion.|
Il. Zeichnen. a. Freihandzeichnen: Ornamente nach Vorlag’n und Mo- dellen; Köpfe, Tiere und Pflanzen; perspektivische Zeichnungen; Methodik des Zeichen- unterrichts.
b. Geometrisches Zeichnen: Die Elemente der darstellenden Geometrie. “ 2. Turnen. Fortsetzung der Ordnungs-, Frei- und Gerätübungen; Turnspiele; Bunker im Befehlen und Einführung in die Methodik des Taraunterrhte in der Volks- schule.


