Jahrgang 
1890
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3. Deutsche Sprache. a. Lesen und Litteratur. Lesen und Erklären klassischer Musterstücke in Prosa und Poesie aus dem Lesebuch von Kehr u. Kriebitzsch, Band II; ferner wurde SchillersWilhelm Tell gelesen. Das Wichtigste über Versmass und Reim an der Hand gelesener oder auswendiggelernter Proben. Deklamationsübungen.

b. Stil. Erzählungen, Beschreibungen und Schilderungen nach vorheriger Be- sprechung und Anordnung des Stoffs. Übungen im Jisponieren und in der Orthographie,

.c. Grammatik. Die Wortlehre im Anschluss an die Schulgrammatik von Engelien III. Teil.

4. Arithmetik und Algebra. Rechnen mit gemeinen und Dezimalbrüchen; die Pro-

Pes HE Lösung einfacher und zusammengesetzter Regeldetri-Aufgaben nach dem Ein-

eits- und Mehrheitsschluss und mit Proportionen. Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division ein- und mehrgliedriger ganzer und gebrochener Buchstabengrössen; Gleich- ungen des ersten Grades mit einer Unbekannten; Rechnen mit Potenz- und Wurzelgrössen; Ausziehen der Quadrat- und Kubikwurzel aus bestimmten Zahlen.

5. Geometrie. Wiederholung der geometrischen Anschauungslehre. Von den Linien und Winkeln; von den Parallelen; Dreieck, Viereck und Polygon. Teilung, Ver- wandlung und Berechnung der Figuren; der Kreis. Konstruktionsaufgaben.

6. Geschichie. Die alten Kulturvölker, besonders die Griechen und Römer.

7. Geographie. Amerika, Asien, Afrika und Australien. Ubung im Entwerfen von Skizzen und Gedächtniskarten.

8. Naturgeschichte, Äusserer Bau der Pflanzen. Einige Pflanzenfamilien aus dem Gebiete der Dikotyledonen. Bau, Funktionen und Pflege des menschlichen Körpers. Im Sommer Exkursionen.

9. Naturlehre. a. Physik: Die Lehre von den starren, tropfbarflüssigen und gasförmigen Körpern.

b. Chemie: Die wichtigsten Elemente und die binären Verbindungen: Oxyde, Sulfide, Chloride.,

10. Französisch. Plötz Schulgrammatik Lekt. 125. Gelesen wurde eine Anzahl Lesestücke in der Chrestomathie von Plötz.:

Il. Schönschreiben. Deutsche und lateinische Kurrentschrift.

I2. Zeichnen. Zeichnen grad- und krummliniger Figuren. 2., 3. und 4. Abteilung ‚aus Kumpas Zeichenschule; Anleitung zum perspektivischen Zeichnen.

13. Turnen. Die Ordnungs-, Frei- und Gerätübungen nach Marx Leitfaden für den Turnunterricht. Turnspiele.

14. Musik. a. Musiktheorie: Allgemeine Musiklehre, Intervallenlehre, der Dreiklang und seine Umkehrungen, Ausarbeitung von bezifferten Bässen, Kadenzen schrift- lich und am Klavier.

b. Gesang: Übungen zur Stimmbildung, Vokalisieren, Treffübungen, Lieder.

c. Klavierspiel: Technische Übungen mit Rücksicht auf guten Anschlag, Tonleitern, Stücke aus Köhlers praktischem Lehrgang, Männerchöre,

d. Violinspiel: Übungen und Tonleitern nach der Violinschule von Linnarz; Lieder und Choräle.

I. Mittel-Klasse.

I. Pädagogik. Allgemeine Erziehungs- und Unterrichtslehre.(Das Wichtigste aus Psychologie und Logik in elementarer Form.) Auswahl und Anordnung des Unterrichts- stoffes; Unterrichtsformen und Unterrichtsthätigkeiten.

2. Evangelische Religion. a. Religionslehre: Einleitung in die Glau- benslehre. Die Lehre von Gott, von der Schöpfung, von der Sünde und von der Erlösung. Kurze Wiederholung der Sittenlehre.