Jahrgang 
1888
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3. Deutsche Sprache. a. Grammatik. Die Wortarten, Wortbiegusg und Wort- bildung im Anschluss an die Schulgrammatik von Engelien, III. Teil.

b. Lesen und Litteratur,. Lesen und Erklären klassischer Musterstücke in Prosa und Poesie aus dem Lesebuch von Kehr u. Kriebitzsch, Band II, ferner wurde Schillers Wilhelm Tell gelesen. Das Wichtigste über Versmass und Reim an der Hand galesener oder auswendiggelernter Proben. Deklamationsübungen.

e. Stil. Erzählungen, Beschreibungen, Schilderungen und leichte Abhandlungen nach vorheriger Besprechung und Anordnung des Stoffs. Briefe und Berichte. Übungen im Dispo- nieren und in der Orthographie.

4. Arithmetik und Algebra. Rechnen mit gemeinen und Dezimalbrüchen; die Propor-

tionen; Lösung einfacher und zusammengesetzter Regeldetri-Aufgaben nach dem Einheits- und Mehrheitsschluss und mit Proportionen. Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division

ein- und mehrgliedriger ganzer und gebrochener Buchstabengrössen; Gleichungen des ersten Grades mit einer Unbekannten; Rechnen mit Potenz- und Wurzelgrössen; Ausziehen der Quadrat- und Kubikwurzel aus bestimmten Zahlen.

5. Geometrie. Wiederholung der geometrischen Anschauungslehre. Von den Linien und Winkeln; von den Parallelen; Dreieck, Viereck und Polygon. Teilung, Verwandlung und Berechnung der Figuren; der Kreis. Konstruktionsaufgaben.

6. Geschichte. Die alten Kulturvölker, besonders die Griechen und Römer.

7. Geographie. Amerika, Asien, Afrika und Australien. Übung im Entwerfen von Skizzen und Gedächtniskarten.&

8. Naturgeschichte.e. Ausserer Bau der Pflanzen. Einige Pflanzenfamilien aus dem Ge- biete der Dikotyledonen. Bau, Funktionen und Pflege des menschlichen Körpers.

9. Naturlehre. Magnetismus, Elektrieität, Schall, Wärme und Licht.

10. Französisch. Plötz Schulgrammatik L. 130. Gelesen wurde eine Anzahl Lese- stücke in der Cbrestomathie von Plötz.;

11. Schönschreiben. Deutsche und lateinische Kurrentschrift.-

12. Zeichnen. Zeichnen grad- und krummliniger Figuren. 2., 3. und 4. Abteilung aus Kumpas Zeichenschule; Anleitung zum perspektivischen Zeichnen,

13. Turnen. Die Ordnungs-, Frei- und Gerätübungen nach Marx Leitfaden für den Turnunterricht."T'urnspiele.,

14. Musik a. Musiktheorie: Allgemeine Musiklehre, Intervallenlehre; der Drei- klang und seine Umkehrungen; Ausarbeitung von bezifferten Bässen; Kadenzen schriftlich und am Klavier. 5

b. Gesang: Übungen zur Stimmbildung; Vokalisieren; Treffübungen; ein- und mehr- stimmige Lieder. s

c. Klavierspiel: Technische Übungen mit Rücksicht auf guten Anschlag, Ton- leitern; Stücke aus.Köhlers praktischem Lehrgang. Männerchöre,

d. Violinspiel: Übungen und Tonleitern in den 2 ersten Lagen, Lieder, Choräle, Stücke aus Schröders Violinschule.

1. Pädagogik. Allgemeine Erziehungs- und Unterrichtslehre.(Das Wichtigste aus Psychologie und Logik in elementarer Form.) Auswahl und Anordnung des Unterrichtsstoffes; Unterrichtsformen und Unterrichtsthätigkeiten.

2. Evangelische Religion. a. Religionslehre: Einleitung in die Glaubens- lehre. Die Lehre von Gott, von der Schöpfung, von der Sünde und von der Erlösung. Kurze Wiederholung der Sittenlehre.