Jahrgang 
1884
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13 waltung des Städelschen Institute durch ihr freundliches Entgegenkommen zu grossem Dank verpflichtete, und ein am 25. August zur Feier des Ludwigstages veränstälteter Ausflug auf den Niederwald.:

10. Nachdem wir schon in den früheren Jahren die Benutzung des für die hie- sigen ungünstigen Wasserverhältnisse vortrefflich eingerichteten Grafschen Bades obli- gatorisch gemacht, sind wir seit diesem Sommer. in Folge eines mit dem Besitzer ge- troffenen Abkommens in der Lage, unseren sämtlichen Schülern gegen eine billige Ver- gütung Schwimmunterricht erteilen zu lassen. Während der Bademonate wurden fast sämtliche. Turnstunden zum Schwimmen verwandt. Von September ab wurde das Badezimmer in unserem Wohnbau fleissig benutzt. Wir hoffen es durch einige Ände- rungen in der Einrichtung demnächst ermöglichen zu können, dass in der Jahreszeit, in der das Schwimmbad nicht besucht wird, jeder Seminarist wenigstens einmal in der Woche im Hause ein Vollbad mit Douche nehmen kann.

11. Das Lesezimmer ist in gedeihlichem Aufschwung begriffen und hat sich verschiedener wertvoller Zuwendungen zu erfreuen gehabt. Der Besuch hat wesentlich zugenommen, seit das Zimmer ohne jede Einschränkung den ganzen Tag bis Abends 7 Uhr geöffnet ist und seit die im Unterricht benutzten naturkundlichen, geographischen und sonstigen Lehrmittel während der freien Zeit den Seminaristen im Lesezimmer zur Be- nutzung, besonders zur Vorbereitung, überlassen werden.

Weiter ist die Einrichtung getroffen worden, dass in diesem Raume alle 8 bis 14 Tage ein gutes Bild ausgehängt wird, wodurch die Möglichkeit gegeben ist, die jungen Leute unter der Hand mit bedeutenden Werken der Baukunst, Malerei und Bild- hauerkunst einigermassen bekannt zu machen. Zu diesem Zwecke sind der Anstalt einige wertvolle Bilder geschenkt worden. Zu ganz besonderem Danke sind wir dem Landtagsabgeordneten und Beigeordneten Herrn Gutsbesitzer Karl Römer dahier ver- pflichtet, der uns eine grosse Anzahl Kunstblätter, Stiche, Photographien u. s. w. zum Aushängen zur Verfügung gestellt hat.

Eine Sammlung einfacher Lehrmittel für die Volksschule ist in der Entstehung begriffen. Sie soll später im Lesezimmer aufgestellt werden.

Geschenke erhielt die Anstalt von:

der Verlagshandlung von Emil Strauss in Bonn, Herrn Medicinalrat Dr. Schenk in Alzey,

Seminardirektor Mühr in Bensheim,,

Major Göbel in Alzey,

» Lehrer Schreiber in Offenheim,

Joh. Andre, Musikverleger in Offenbach,

Frau Reallehrer Gerlach in Alzey, der Verlagshandlung von Julius Niedner in Wiesbaden, Herrn Dekan Stöckicht in St. Goarshausen, der A. W. Faberschen Schiefertafelfabrik in Stein bei Nürnberg, der Kgl. Universitäts- und Verlagsbuchhandlung von Ferd. Hirt in Breslau, der Ackermannschen Verlagshandlung in Weinheim, Herrn Badeanstaltsbesitzer. Graf in Alzey, der Verlagshandlung von Emil Roth in Giessen, A, Bergsträsser in Darmstadt,

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n» F. B. Auffarth in Frankfurt a. M., =-» J. Lang in Tauber-Bischofsheim,

»» H. Handel in Ober-Glogau,

je F. Kirchheim in Mainz,

: s» E. Höne in Forst i. L.,

Herrn Oberkonsistorialrat Dr. Sell in Darmstadt, Redakteur Dr. Adolf Brüll in Frankfurt a. M., » Dr. Ch. G. Hottinger in Strassburg,