Jahrgang 
1930
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12. Der Geſundheitszuſtand der Schülerſchaft war im allgemeinen gut. Nur einige wenige Schüler mußten länger als 3 Wochen dem Unterricht fernbleiben; 3 Schülerinnen fehlten länger als einen Monat. Mit dem Uebergang an Preußen iſt leider die ſchulärztliche Beaufſichtigung weggefallen, ein Mißſtand. der ſich in mancher Beziehung bemerkbar macht. Die Pflichtverſicherung aller Schüler gegen Unfälle im Schulbe⸗ trieb und auf den Wegen von und zur Schule brauchte in dieſem Jahre nur in 4, übrigens leichten Fällen in Anſpruch genommen zu werden.

13. Das Schulgeld beträgt wie an allen ſtaatl. höheren Lehranſtalten jährlich 200 KM., das Eintritts- geld 6 RM. Von den zur Verfügung ſtehenden 20% des Bruttoſchulgeldauftommens wurden verwandt 5191 KM. für Geſchwiſterermäßigungen auf Antrag u. 3433 RM. für Freiſtellen.

Geſchwiſterermäßigungen hatten: 28%: im Sommer 41, im Winter 39 Schüler(innen). 50%: 10, 10 100%: 1. 1 Freiſtellen waren verliehen durch die Konferenz: halbe im Sommer 13, im Winter 16. ganze im Sommer 10, im Winter 10. An Erziehungsbeihilfen erhielten: 4 Schüler je 90 RM., 2 Schüler je 80 RM., 1 Schüler 40 KRI., 1 Schüler 25 RM. und 1 Schüler 163 RM; zuſammen 748 KRM. Der Reſt der Mittel wurde für die Hilfsbücherei und die wahlfreien Arbeitsgemeinſchaften verwandt.

15. Die Berufsberatung lag wie bisher in den Händen von herrn Stud. Rat Dr. Haaß. Die amtlichen Merkblätter wurden bekannt gegeben. Seit Weihnachten iſt die in Corbach beſtehende amtl. Berufsberatungs- ſtelle auch für Arolſen zuſtändig. Monatlich einmal wird hier in Krolſen eine Sprechſtunde abgehalten.

V. Der Elternbeirat.

Der Elternbeirat, der für das abgelaufene Schuljahr in derſelben Beſetzung wie ſür das vorhergehende weiterbeſtand, trat in 2 Sitzungen(Mai 29 u. Kpril 30) zur Beratung ſchultechniſcher fragen zuſammen. In der erſten Sitzung wurde die Schulfeſtfrage erörtert, und es wurde im Einvernehmen mit dem Lehrer⸗ kollegium beſchloſſen, von der bisher üblichen Veranſtaltung abzuſehen. Die vom herrn Miniſter angeordnete Kufhebung aller Schulordnungen wurde allgemein lebhaft bedauert. Der Vorſchlag einer Eingabe an das P. S. K., die bisherige, maßvolle Schulordnung der Auſtalt weiter beſtehen zu laſſen, wurde als ausſichtslos fallen gelaſſen. In der zweiten Sitzung ſtand die frage des event. Fortfalls der Weihnachtszeugniſſe zur Beratung. Der Elternbeirat ſprach ſich dahin aus, daß die Mitteilungen, wie ſie in dieſem Jahre den Eltern überſandt worden ſind, nicht als ausreichender Erſatz für regelrechte Zeugniſſe anzuſehen ſeien. Die Seugniſſe ſeien daher beizubehalten, weil ſich die Eltern nur auf dieſe Weiſe ein klares Bild von dem allgemeinen Stand der Leiſtungen ihrer Kinder machen könnten, u. zwar zu einem für das Weiterkommen der Schüler ſo wichtigen Seitpunkt.(Auch eine allgemeine Umfrage bei den Eltern ſprach ſich für Beibehaltung der Weihnachtszeugniſſe aus, mit 210 Stimmen, nur 10 Stimmen für die kurzen Mitteilungen). Des weiteren wurden Wünſche der Eltern vom Anſtaltsleiter entgegengenommen; verſchiedene ſchultechniſche fragen wurden geklärt.

V. Verſchiedenes.

Gebäude, Einrichtung und Lehrmittelſammlungen.

Die Um⸗ u. Erweiterungsbauten, über die im vorigen Jahresbericht Näheres geſagt worden iſt, wurden zu Ende geführt. Das ehemalige Militärbadehaus, das als Aufbewahrungsraum für Sport⸗ und Spielgeräte diente, desgl. der völlig unzureichende Schülerabort wurden abgeriſſen. Ein den hygieniſchen Anforderungen entſprechen⸗