Jahrgang 
1914
Einzelbild herunterladen

Nach längeren Verhandlungen trat in der Baufrage eine entſchiedene Wendung ein infolge des Erlaſſes des Herrn Unterrichtsminiſters vom 30. 7. 1913 UII 11876 der genehmigte, daß während der Etatsperiode 1914/16 dem Alterszulagenfonds die rechnungsmäßigen Beträge im ganzen 22950 M. nicht zugeführt, ſondern zur Deckung der Koſten des für das Realgymnaſium zu errichtenden Ueubaus mit verwendet werden. Der Gemeiderat beſchloß darauf am 2. 2. 1914 unter Abänderung der Beſchlüſſe vom 26. 5. u. 12. 8. 1913auf dem Cramer'ſchen Garten für das Realgymnaſium einen NReubau mit Kula zu errichten, den ganzen Cramer'ſchen Garten und den Schneider'ſchen Garten zu erwerben und die von der Offtziers⸗ ſpeiſeanſtalt nach dem Schlachthaus führende Straße weiter in angemeſſener Ausführung bis zur Helenenſtraße auszubauen. Er bewilligt die dazu nach den vorläufigen Koſtenanſchlägen erforder⸗ lichen Mittel bis zur Höhe von 250000 M. Nachdem die im Wettbewerb eingereichten Entwürfe von dem Geh. Oberbaurat Delius zu Berlin begutachtet worden waren, wurden vom Gemeindevor⸗ ſtand die Architekten Bangert und Schleicher beauftragt, den Bauplan fertigzuſtellen und auszuführen.

Die Schlußfeier fand Sonnabend, den 4. Kpril, ſtatt. Aus dem Lehrerkollegium ſchieden aus: Wiſſ. Hilfslehrer Walkhoff, der als Oberlehrer an das Oberlyzeum zu Schneidemühl berufen wurde, und die wiſſ. Hilfslehrer Dr. Silomon und Dr. Becker. Am 1. Kpril trat aus Geſundheits- rückſichten in den Ruheſtand der beurlaubte Profeſſor Guſtav Schmidt, nachdem er ſeit dem 1. Oktober 1900 an der Anſtalt gewirkt hatte. Seines eifrigen Strebens, ſtets etwas Gutes zu tun, ſeines Wohltätigkeitsſinnes, der auch in zahlreichen und wertvollen Geſchenken an die Anſtalt zum Ausdruck kam, werden wir uns ſtets dankbar erinnern.