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rat Dr. Ebersbach und Pfarrer Emde zu Hilfe, von denen der erſtere in 12, der letztere in 9 Stunden wöchentlich unterrichtete.
Dienstag, den 9. Mai, fand von 10 Uhr ab eine Schillerfeier ſtatt. Nach der Rede des Direktors über„Schiller, den Herold der Freiheit, den Mahner zur Pflicht“ wurden mit ver⸗ bindenden Begleitworten des Direktors entſprechende Lieder und Dichtungen des Gefeierten vor⸗ getragen. Zum Schluß wurde gemeinſam geſprochen der Schwur der Eidgenoſſen.
Am 31. Mai nahmen der Direktor, die Oberlehrer Dr. Paulus und Dr. Schwartze ſowie Kandidat Stroeder an der Verſammlung der Lehrer an den höheren Lehranſtalten der Provinz Heſſen⸗Naſſau und Waldecks zu Wildungen teil.
Am 9. Juni wurden von Herrn Profeſſor Bach aus Marburg die Augen ſämtlicher Schüler unterſucht.
Pfingſtferien: Sonnabend, 10. Juni bis Donnerstag, 15. Juni.
Vom 15. bis 26. Juni nahm der Direktor an einer Landwehrübung beim Inf.⸗Rgt. 83 in Caſſel teil.
Am 19. Juni trat Kandidat des höh. Schulamts Grupe vom Seminar zu Fulda als wiſ⸗ ſenſchaftlicher Hilfslehrer ein.
Am 30. Juni, 3. und 4. Juli fiel der Nachmittagsunterricht wegen Hitze aus.
Dienstag, den 27. Juni, nachmittags von 3 Uhr ab wurde in gewohnter Weiſe in Ver⸗ bindung mit der höheren Töchterſchule und Volksſchule das Schulfeſt bei günſtigem Wetter und unter zahlreicher Beteiligung gefeiert.
Sommerferien: Sonnabend, 8. Juli bis Dienstag, 8. Auguſt.
Von Montag, den 21., bis Donnerstag, den 24. Auguſt, beſichtigte Herr Provinzial⸗ Schulrat Dr. Baier die Anſtalt.
Sonnabend, den 26. Auguſt fand in der Badeanſtalt unter zahlreicher Beteiligung ein Wettſchwimmen ſtatt. Dabei wurden von unſeren Zöglingen 15 durch Preiſe ausgezeichnet, die von den Lehrern des Realprogymnaſiums, dem Vater eines Zöglings und der Badeverwal⸗ tung geſtiftet waren.
Zum Spielverein gehörten 30 Schüler der beiden oberſten Klaſſen. Es wurde Fußball geſpielt, und zwar trat der Verein von ſelbſt in durchaus richtiger Weiſe lebhafter in Tätigkeit, als die Zeit des Schwimmens vorüber war.
Sonnabend, den 2. September, machten die Lehrer mit faſt allen Schülern und einer größeren Zahl von Vätern der Schüler und Freunden der Anſtalt einen Ausflug nach Wil⸗ helmstal und Wilhelmshöhe. Um 525 morgens von hier abgefahren und 7¹5 in Fürſtenwalde angekommen, marſchierten wir nach Wilhelmstal(8 ⁵). Nachdem der Direktor im Part gegen⸗ über der Frontſeite des Schloſſes einen Überblick über die Entwicklung der Baukunſt gegeben und die wichtigſten Eigentümlichkeiten der Stilarten hervorgehoben und eingeprägt hatte, nach⸗ dem ferner darauf hingewieſen wurde, wie in der Franzoſenzeit König„Luſtik“ hier beſonders gerne reſidierte, von dem noch mehrere Zimmer im Empireſtil ausgeſtattet ſeien, wurden die inneren Räume abteilungsweiſe eingehend beſichtigt. Dabei wurde durch öftere Fragen und Hinweiſe auch von den ſchwächeren Schülern das Weſen des Rokoko⸗ und Empireſtils deutlich erkannt. Obſchon von da ab der Tag trübe und regneriſch wurde, marſchierten wir nach län⸗ gerem Aufenthalt im Park und Erfriſchung in der Wirtſchaft die Fürſten⸗Allee und an den


