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Bei dem Betragen iſt dem tadelnden Prädikat ſtets eine kurze Begründung hin⸗ zuzufügen. Zuſätze zu den Zeugnisprädikaten dürfen nur inſoweit zugefügt 1 werden, als dadurch ihre Bedeutung nicht geändert wird.
10. Juni 1899. Durch einen Min.⸗Erlaß wird die Aufſtellung eines Verzeichniſſes ſämtlicher im Unterricht gebrauchter Lehrbücher u. ſ. w. angeordnet.
24. Juli 1899. Mitteilung eines Min.⸗Erlaſſes, nach dem am 28. Auguſt bei Gelegenheit des 150jährigen Geburtstages Goethes die Schüler darauf hinzuweiſen ſind, was das deutſche Volk den unſterblichen Werken dieſes unſeres größten Dichters zu verdanken hat.
16. Auguſt 1899. Nach einem Min.⸗Erlaß ſoll der Zeichenunterricht an höheren Lehranſtalten einer beſonderen fachmänniſchen Überwachung unterzogen werden.
16. Dezember 1899. Mitteilung eines Min.⸗Erlaſſes, nach dem auf Befehl Sr. Majeſtät des Kaiſers und Königs in allen Lehr⸗ und Erziehungsanſtalten am letzten Schultage vor den Weihnachtsferien den Schülern in einem feſtlichen Akte ein Rückblick auf die großen Ereigniſſe des zu Ende gehenden Jahrhunderts gegeben werden ſoll.
5. Januar 1900. Es wird ein Exemplar des Werkes„Deutſchlands Seemacht ſonſt und jetzt“ von Wislicenus überſandt, das auf Befehl Sr. Majeſtät des Kaiſers und Königs einem beſonders guten Schüler als Prämie gegeben werden ſoll.
26. Februar 1900. Das Königl. Prov.⸗Schulkollegium überweiſt ein Exemplar desſelben Werkes für einen würdigen Schüler.
III. Chronik der Schule.
Am Schluß des Schuljahres 1898/99 verließ Herr Oberlehrer Hermann Kunze die Anſtalt, um als wiſſenſchaftlicher Hülfslehrer beim Realgymnaſium in Kaſſel einzutreten, wo ihm Aus⸗ ſicht auf baldige Beförderung zum Oberlehrer eröffnet worden war. Am hieſigen Realprogym⸗ naſium war er ſeit Oſtern 1894 thätig. Er waltete ſeines Amtes allzeit mit Treue und Hin⸗ gebung. Das Intereſſe, welches er jedem einzelnen ſeiner Schüler entgegenbrachte, die freundlich gefällige Geſinnung gegen ſeine Amtsgenoſſen, der Eifer, mit dem er das Wohl der Anſtalt zu fördern ſuchte und den er auch noch nach ſeinem Scheiden bethätigte, ſichern ihm ein bleibendes Andenken.
Das Schuljahr begann am 11. April; neu aufgenommen wurden 14 Schüler.
Mit der Verſehung der erledigten 4. Oberlehrerſtelle wurde mit Genehmigung des Königl. Prov.⸗Schulkollegs der wiſſenſchaftliche Hülfslehrer Herr Karl Auth aus Kaſſel beauftragt. Er trat ſeine Stellung am 14. April an, ſetzte aber ſchon am 9. Juni ſeinen Unterricht„aus Ge⸗ ſundheitsrückſichten“ aus und wurde durch Verfügung vom 29. Juni der Vertretung enthoben. Vom 9. Juni an mußte die betr. Stelle durch die übrigen Lehrer der Anſtalt verſehen werden, da es nicht gelang, einen Lehrer für die naturwiſſenſchaftlichen Fächer zu gewinnen.
Pfingſtferien: 21— 24. Mai.
Vom 23. Mai bis 2. Juni nahm der wiſſenſchaftliche Hülfslehrer Herr Dr. Altenburg teil an einem archäologiſchen Ferienkurſus in Bonn und Trier.
Vom 6. Juni an war Herr Oberlehrer Dr. Menk zu einer swöchigen militäriſchen Dienſt⸗


