Jahrgang 
1889
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19

There is a rock in the salt flood A bird there fleeth, and that but one

A rock of such nature Of her this thing ensueth;

That draweth the iron from the wood That when her days be spent and gone

And leaveth the ship unsure. With fire she reneweth.

She is the rock, the ship am I; And I with her may well compare

That rock my deadly foe, My love, that is alone;

That draweth me there where I mast die The flame whereof doth aye repair

And robbeth my heart me fro. My life when it is gone. 4. E. p. 144.

Zum Schluß will ich noch die erſte kraftvoll ernſte Strophe der letzten Ode Wyatt's an⸗ führen, die zwar inhaltlich nicht bedeutend, aber wegen ihres Versmaßes Erwähnung verdient.

I am as I am, and so will I be. Be it evil, be it well, be it fond, be it free But how that I am, none knoweth truly. I am as IJ am, and so will I be. A. E. p. 147.

Die im vorſtehenden angeführten Stellen aus Wyatt's Oden zeigen faſt durchweg einen ge⸗ wiſſen Ernſt im Ausdruck und eine würdevolle Einfachheit des Gedankens, was ſie weſentlich von Surrey's Liebesergüſſen unterſcheidet.

Im Anſchluß an die Oden Wyatt's finden ſich drei längere Gedichte(Poems,, die erſt noch behandelt werden ſollen, ehe wir wieder auf Surrey zurückkommen. Die beiden erſtenWyatts complaint upon love to reason, with love's answer undComplaint of the absence of his love handeln, wie ſchon die Überſchriften zeigen, wiederum von der Liebe, während das dritte The song of lopas, unfinished die Aſtronomie zum Thema hat.

Das erſte iſt eine faſt wörtliche Überſetzung von Petrarca's 48ter Canzone, welche beginnt:

Quell' antiquo mio dolce, empio Signore.

In der italieniſchen Canzone ladet der Dichter den Gott der Liebe vor den Richterſtuhl der Vernunft, ſeiner Königin; und der ganze Rechtshandel ſcheint den Verhandlungen der Liebeshöfe des ſüdlichen Frankreichs über ähnliche Rechtsfragen nachgebildet zu ſein.

Wyatt hat mit ſeiner Nachbildung kein beſonderes Glück gehabt; die beſten und ſchönſten Gedanken des italieniſchen Originals, eines der herrlichſten Schöpfungen Petrarcas, ſind von Wyatt durch ſchlechte und unelegante Ausdrücke entſtellt worden. Ferner hat er Veränderungen mit der italieniſchen Vorlage vorgenommen, die dem engliſchen Gedichte nicht immer zum Vorteile gereichen.

Eine Stelle möge das Geſagte beweiſen. Petrarcas gefühlvolle Verſe:

Misero! a che quel chiaro ingegno altero! Cosi in tutto mi spoglia E l' altre dote a me date dal cielo? Di liberta, questo crudel, ch' i accuso; Che vo cangiando*l pelo, Ch' amaro viver m' ha volto in dolce uso.

cangiar posso l' ostinata voglia;

überſetzt Wyatt alſo:

But oh, alas, where had I ever wit, So robbeth he my freedom with displeasure; Or other gift given to me of nature? This wicked traitor, whom I thus accuse: That sooner shall be changed my wearied sprite That bitter life hath turned in pleasant use. Than the obstinate will, that is my ruler: A. E. p. 150.

Noch eine andere Stelle möge folgen, in der Wyatt ſich weſentliche Abweichungen vom und Zuſätze zum Original erlaubt.

1. Questo fu il fel, questi gli sdegni, e l' ire Ch' a donne e cavalier piacea'l suo dire: Piu dolce assai, che di null' altra il tutto. E si alto salire Di buon seme mal frutto Il feci, che tra'caldi ingegni ferve Mieto: e tal merito ha chi'ngrato serve. Il suo nome, e de' suoi detti conserve

5. Si l' avea sotto l' ali mie condutto, 10. Si fanno con diletto in alcun loco: