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e. Für den Unterricht in der Chemie wurde außer den notwendigen Verbrauchsgegenſtänden angeſchafft: eine Bürette mit Quetſchhahn, ein Lötrohrreagentienkaſten, ein Gaſometer, zwei Drahtnetze, eine Kobaltglasplatte.
f. Für den Zeichenapparat wurden keine Anſchaffungen gemacht.
VII. Abiturienten.
Es fanden im Laufe des Schuljahres zwei Abgangsprüfungen ſtatt, eine im Herbſt und eine zu Oſtern.
a. In der erſten Prüfung wurden die ſchriftlichen Prüfungsarbeiten angefertigt in der Zeit vom 12. bis 16. Auguſt.
Die mündliche Prüfung fand unter dem Vorſitze des Herrn Provinzial⸗Schulrats Dr. Num⸗ pel am 31. Auguſt 1880 ſtatt. Als Vertreter der Stadt nahm Herr Steuerrat Klapp an der⸗ ſelben teil. Die Prüfung beſtand mit dem Prädikate Genügend: der Sekundaner Wilhelm Engelhard, Sohn des prakiſchen Arztes Dr. Engelhard in Adorf, evang. Conf., 19 Jahr alt; er war 4 Jahre auf hieſiger Schule, davon 2 ½ Jahr in Sekunda. Er beſucht eine Real⸗ ſchule I. O.—
b. Für die Oſterprüfung wurden die ſchriftlichen Arbeiten in der Zeit vom 7. bis 11. Februar cr. angefertigt; die mündliche Prüfung fand unter dem Vorſitze des Herrn Provinzial⸗ Schulrats Kretſchel am 25. März ſtatt; Vertreter der Stadt war Herr Steuerrat Klapp. Es hatten ſich der Prüfung 4 Sekundaner unterzogen, welche dieſelbe auch beſtanden; zwei von ihnen wurden wegen des günſtigen Ausfalls der ſchriftlichen Arbeiten und wegen ihres jederzeit bekundeten Wohlverhaltens und Fleißes von der mündlichen Prüfung dispenſiert.
1. Theodor Meier, Sohn des verſt. Schmieds Meier in Maſſenhauſen, evang. Conf., 18 ¼ Jahr alt. Er beſuchte die hieſige Schule 7 Jahre, die Sekunda 2 Jahre lang. Er beſtand mit dem Prädikate Gut und wurde von der mündlichen Prüfung dispenſiert. Er will eine Realſchule I. O. beſuchen.
2. Hermann Backhaus, Sohn des Oekonomen Backhaus in Höringhauſen, evang. Conf., 16 ¹¼ Jahr alt; er war 7¹½ Jahr auf hieſiger Schule, davon 2 in Sekunda. Er beſtand mit dem Prädikate Gut und wurde von der mündlichen Prüfung dispenſiert. Er will eine Real⸗ ſchule I. O. beſuchen.
3. Max Drube, Sohn des Schreinermeiſters Drube in Arolſen, evang. Conf.; 16 ½ Jahr alt; er beſuchte die Schule 7 Jahre, die Sekunda 2 Jahre lang. Er beſtand mit dem Prä⸗ dikate Genügend. Er will Gerichtsſchreiber werden.
4. Robert Lingelsheim, Sohn des Amtsanwalts Lingelsheim in Arolſen, evang. Conf., 18 ½ Jahr alt; er war 10 Jahre lang auf der hieſigen Schule, davon 2 Jahr in Sekunda. Er beſtand mit dem Prädikate Genügend. Er will Gerichtsſchreiber werden.
Das neue Schuljahr beginnt am Montag den 25. April Morgens 9 Uhr mit der Prüfung und Aufnahme der neuen Schüler. Böſch, Rektor.


