Jahrgang 
1906
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6.«"1B«kedingunigen-dee Ausnahme in die Realschule. s--" i-" Zu Eisfeld.-

s« z..Anmeldungen»sfiir das neue Schuljahr werden ain 5. April 1906 von 1-2911 Uhr -indemkAtntszimmerx des Unterzeichneteri entgegengenommen. Der Unterricht beginnt am. 23IApril 1906 um· 8 Uhr-, für VIlIa und b um 9 Uhr. Die Aufnahmeprüfungen finden an. demselbeti Tage um 9 Uhr statt. Jeder angemeldele Schüler hat ein Zeugnis der seither besuchten Schule, den Geburtsschein und den Jmpfschein, bei iiberschrillenem 12. Jahre die Bescheitigung der wiederholten Jmpsuitg vorzulegen. v Die in die Sexla auszunehmenden Schüler müssen das neunte Lebensjahr zurück- gelegt haben. Doch können bei genügender leiblicher und geistiger Reise auch solche Knaben aufgenomrnen werden, welche spätestens bis zum 30. September das neunte Lebensjahr vollenden. Bei dem Eintritt in diese Klasse sind folgende Kenntnisse nachzuweisen: a. Fähigkeit, deutsche(und für solche, die Latein lernen wollen, lateinische) Schrift zu schreiberi und mit richtiger Betonttng zu lesen;

b. ziemliche Sicherheit in der Rechtschreibung der in der Sprache des täglichen Lebetis vorkommenden Wörter;

c. Kenntnis der Begriffswörter, ihre Einteilung und Beugung, bei den Zeitwöktern nur die Haupttemporaz

·(1. Kenntnis der vier Grundrechnungsarten in unbenannten ganzen Zahlen-

Schüler der Volksschule besitzen im allgemeinen diese Kenntnisse nach dem 4. Schuljahre, also bei vollendetem 10. Lebensjahre.

Der Eintritt in eine andere«Klafse hängt von dem Nachweis derjenigen Kenntnisse ab, die in der vorhergehenden Klasse erworben werden.

Alle Eltern, welche ihre Söhne unserer Anstalt anvertrauen wollen, werden in deren eigenem Interesse gebeten, dieselben so frühzeitig als möglich, am besteir in die untkrssste Klasse der Vorschule, spätestens aber in die Sextn der Realschule eintreten zu a en·

Für die Aufnahme in die unterste Klasse der Vorschule(Vlllb) gelten bezüglich des Alters dieselben Bestimmungen für das sechste Lebensjahr, wie oben für das neunte-

Die Angehörigen auswärtiger Schüler werden darauf aufmerksam gemacht, daß wegen Unterbringung ihrer Söhne zur Sicherung gehöriger Aufsicht Rücksprache mit dem Direktor zu nehmen und dessen Genehmigung einzuholen ist. Ein Wechsel der Wohnung darf nur unter Zustimmung des Direktors stattsinden.

Durch die Lateinabteilucig ist der Anschluß tm die entsprechenden Klassen der Realgymnasien hergestellt.

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Alsfeld, im März 1906.

Großherzogliche Direktion der Realschule. Dr. Pitz.