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Den 29. September 1852 wurde ich zu Tambach im Herzogthuiii Sachsen-Koburg-Gotha als der zweite Sohn des Dbersörsters Wilhelm Härter geboren. Den ersten Unterricht ertheilte mir ein Hauslehrer. Später besuchte ich die Amen-Realschule zu Dresden. Jm Jahre 1874 nach bestandener Reifepriisung bezog ich das Polytechnikum in Dresden und studirte daselbst Mathematik, welches Studium ich vom Herbste 1876 ab in Gießen fortsetzte. Nach abgelegtem Faeultätsexamen unterzog ich mich einem einjährigen Acceß an der Großherzoglichen Realschule zu Alzey, von wo ich nach Alsseld versetzt wurde.«
Der Gesundheitszustand war bei den Schüler-i im ganzen gut, bei den Lehrerii aber kamen besonders im Laufe des Sommers vielfache, mitunter gleichzeitige längere Erkrankungen vor, wodurch der Unterricht empfindliche Störungen erlitt und wir genöthigt wurden, die Herbst- ferien 8 Tage früher beginnen zii lassen. Das Winterhalbjahr sing deßhalb auch 8 Tage früher an. Es wurde am 12. September mit einer Feier des Geburtstages Seiner Königlichen Hoheit unseres allverehrten Groszherzogs eröffnet.»
Durch Ministerialversügung vom 7. September ist dem Gyuinasial- und Realschul-Lehr- amtsaccessisten Herrn Dr. Noack die provisorische Verwaltung der durch die Erkrankuiig des Herrn Rothamel zeitweise erledigteii Stelle übertragen worden, die er auch jetzt noch versieht, da sich Herr Rothamel am Ende seines mit dem 1. Januar»1882 abgelaufeneii Urlaubs zur Uebernahme seines Dienstes noch nicht fähig fühlte und auf sein Nachsuchen durch Allerhöchftes Dekret vom 14. Januar 1882 bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand versetzt wurde.
Dr. Friedrich Ludwig Heinrich Noack ist geboren zu Gießen am 20. April 1858, als zweiter Sohn des dortigen Professors und Universitätsbibliothekars Dr. Ludwig Noack. Nachdein er durch Privatunter- richt vorbereitet worden war, trat er um Ostern 1866 in die Sextu· des Groß.h. Gymnasiums zu Gießen ein und verließ diese Anstalt um Ostern 1876 mit dem Zeugnis der Reife. Er» widmete si hierauf dem Studium der Geschichte, der germanistischen und der modernen Philologie auf der UniversitätGie en, erwarb 1878 einen akademischen Preis mit seiner Abhandlung»Quellenmäßige Darstellung der preußischen Politik vom 3. Nov. 1805 bis 14. Okt. 1806,«« und bestand die Prüfuiig siir das höhere Lehraint in den Jahren 1879 und 1880. Um Ostern 1880 trat er seinen Aceeß am Großh. Gymnasium zu Gießen an und wurde 1. Okt. 1880 ordent- liches Mitglied des pädagogischen Seminars, dem er ein Jahr lang angehörte. Jm Sommer 1881 erhielt er auf Grund seiner Dissertation»Hardenberg und das Geh. Kabinet Fr. Wilhelms» lll.« den Doktorgrad von der philosophischen Fakultät zu Gießen. Am 12. Septr. 1881 trat er als provisorischer Lehrer an der hiesigen Realschule in Thätigkeit.—-».» ·«»»«
Mit Schluß des Schuljahres wird Herr Rechel nach sunfjahriger erfolgreicher Wirksamkeit an der Anstalt aus unserer Mitte scheiden, um in den Kirchendienst zurückzutreten. Unsere besten Wünsche begleiten ihn in seinen neuen Wirkungskreis
An Geschenken erhielten wir:
Von Herrn Vuchdrucker Ehrenklau das Kreisblatt pro 1882.
Von einein hiesigen Leseverein mehrere Zeitschriften, nämlich das Ausland 1879, die Natur 1880 und den Globus 1880 1. Hälfte.» ·.
Von Herrn Rentner C. G. Bücking 2 Kanonenkugeln, die bei der Niederleguiig der- Stadtmauer gefunden wurden-
Von Herrn Reallehrer Dr. Noack die von ihm herausgegebene Abhandlung über Hardenberg und das Geheime Kabinet Friedrich Wilhelms Ill.
Von Herrn Rentamtmanii Beck 6 Lieferungeii des Werkes»das Geld aller Völker in naturgetreuen Abbildungen« herausgegeben von Henze.
Von Gr. Centralstelle für die Landesstatistik ein Exemplar der im Laufe des Jahres erschienenen Nummern der Beiträge zur Statistik des Großherzogthums Hessen und des Notizblatts des Vereins sürfErdkunda»»
wofür wir den freundlichen Geberii verbindlichften Dank aussprecheii.
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