Jahrgang 
1881
Einzelbild herunterladen

4. Gesang: Gebet für das Vaterland, von Mähnl 5. Vorträge: Adolf Hill: Die Grafen voti Katzenelnbogen. Alexander Backhaus: Die Regenten des letzten Jahrhunderts und Abschiedsworte, (eigene Arbeit? 6. Gesang: Heil un erem Fürsteii Heil. 7. Entlassung der Abiturienteki. Gesang: Sonntagslied von Fr. Abt.

Für eine der Feier entsprechende Ausschmückung des Saals sorgten die Schüler Götz, Dahmer, Muth und K. Ramspeck durch Anfertigung lebensgroßerlBilder von Ludwig l. ll., einer Wandkarte über die allmähliche Entstehung des Großherzogthums, des hessischenWappens und einer Regententafel.»

Durch hohe Verfügungen Gr. Ministeriums des Jnnern und der Justiz, Abtheilung für Schulangelegenheiten, vom 29. und Zo. September 1880 wurde dem Herrii Rothamel zur Wiederherstelluiig seiner geschwächteti Gesundheit ein halbjähriger Urlaub ertheilt und die Ver- waltung seiner Stelle dem prov. Reallehrer Herrii M. Vecker aus Königsteiii übertragen, der seinen Dienst am 11. October antrat.

Der Gesundheitszustand war bei Lehrern und Schülerti nicht immer befriedigend, besonders im Winter, wo der häufige Witternngswechsel vielfach katarrhalische Leiden verursachte Jm Sommer fiel an 3 Tagen wegen zu großer Hitze der Nachmittagsunterricht aus, nämlich am 6. Mai, am 15. und 16. Juli.

s An Geschenken sind zu verzeichnen:

Von Gr. Eentralstelle für die Landesstatistik ein Exemplar der im Laufe des Schul- jahres von ihr herausgegebenen Drucksachen.

Von Zedeerrn Landtagsabgeordneten Wadsack die Wencksche Geschichte von Hessen, 4 än e.

Von einem hiesigen Leseverein die Jahrgänge 1878 und 1879 der Zeitschrift ,,Natur«-.

Von dem Director der Jahrgang 1867 der»Natur«.

Von Herrn Reallehrer Vecker, 1) das malerische und romantische Nordamerika mit vielen Kupferstichen, 2) Rohlfs Reise durch Marokko.

Von dem Realschüler Otto Rothfchild ein Modell eines Theodolithe11.

Wir sagen den freundlichen Gebern verbindlichsten Dank.

Mit ganz besonderer Anerkennung theilen wir noch an dieser Stelle mit, daß die Familie Wallach, um das Andenken ihres tin Herbst 1880 verstorbenen Seniors, des Herrti Maier Wallach zu ehren, mit Landesherrlicher Genehmigung unter der Bezeichnung ,,Maier Wallachsche Stiftung« der Stadt Alsfeld ein Kapital von 3000 Mark zur Verwaltung über- geben hat, dessen Zinsen in die Realschicle fließen und dazu bestimmt sind, gut befähigteii aber unbemittelten Knaben aus der Volksschule ohne Rücksicht auf Eonfession dur Gewährung von ganzen o·der halben Freistellen den Besuch der Realschule zu ermöglichen. Ue er die Vergebung der Freistellen verständigt sich den Satzungen der Stiftung gemäß die Direction der Realschule mixstdendi Aeltesten der Familie Wallach und ·mit dem jeweiligen Vorsitzendeii des Ortsschtil- vo an es.