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II.. Kl. Uebungen im Schönſchreiben. Wöchentlich 1 Stunde. Prieſter. IV. Kl. Uebungen im Schönſchreiben. Wöchentlich 1 Stunde. Jung. V. Kl Deßgleichen. Wöchentlich 1 Stunde. Meckel.
V. Kl. Deßgleichen. Wöchentlich 1 Stunde. Jung.
VII. Induſtrieunterricht.
Die Mädchen: Wöchentlich 9 Stunden Unterricht in weiblichen Handarbeiten. Induſtrielehrerin Magdalene Mosbach.
Die Knaben: Anleikung im Strohflechten und Holzdrehen. Wöchentlich 3 Stunden. Werk⸗ führer Stehling..
VIII. Turnunterricht.
Erfreulicher Weiſe hat die im vorjährigen Programme ausgeſprochene Befürchtung, auch in die⸗ ſem Schuljahre den Turnunterricht wahrſcheinlich ausſetzen zu müſſen, die gute Folge ge⸗ habt, daß der Turnplatz geſäubert, der Turnapparat ausgebeſſert und vervollſtändigt wurde und geturnt werden konnte. Die Knaben im Sommer woͤchentlich 2 Stunden. Prieſter.
C. Diseiplin.
Der Privatfleiß war im Allgemeinen gut und wurde derſelbe von Seiten der Lehrer in und außer der Schule überwacht, bezüglich des Letzteren durch öftere Beſuche der Lehrer in den Koſthäuſern.
D. Geſundheitszuſtand.
Der Geſundheitszuſtand der Lehrer war im Laufe des Schuliahres erwünſcht.— Bei einer Schülerin wurde der Unterricht durch eine Hautkrankheit auf längere Zeit unterbrochen.
II. Geſchichte der Anſtalt.
Nach der am 29. April v. J. abgehaltenen öffentlichen Prüfung wurden von den 59 Zög⸗ lingen, welche das Inſtitut zählte, fünf Knaben und vier Mädchen, einer als recht gut, einer als gut, fünf als ziemlich gut und zwei als gering befähigt entlaſſen.
Mit dem 26. Mai v. J. begann der neue Lehrcurſus, und wurden aufgenommen 10 taubſtumme Kinder, 5 Knaben und 5 Mädchen, von denen ein ausländiſches Mädchen, als et⸗ was vorgebildet, in die dritte Klaſſe eintreten konnte; dagegen blieb ein Zögling wegen zu ge⸗ ringer Fortſchritte in der ſechsten Klaſſe ſitzen.
Wie gebräuchlich wurde das Stiftungsfeſt des Inſtituts am 15. Juni 1856 von Lehrern und Schülern, indeſſen der Geburtstag Seiner Hoheit des Herzogs am 24. Juli hier diesmal wegen erfolgten Ableben Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Herzogin Pauline von Naſſau nicht in der gewohnten Weiſe gefeiert.
Im verfloſſenen Sommer, im Auguſt, machten Oberlehrer Deußer und Lehrer Meckel mit acht Zöglingen der erſten Klaſſe eine mehrtägige Reiſe von Camberg über Königſtein, Kron⸗ thal, Frankfurt, Mainz, Wiesbaden und zurück nach Camberg. Die deßfallſigen Reiſeberichte fich von den betreffenden Zöglingen ausgefertigt und werden bei der öffentlichen Prüfung vorge⸗ egt werden.


