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„Die erſte Fortbildungsklaſſe der Höheren Mädchenſchule wurde am 23. April eröffnet und alsbald von 32 Schülerinnen beſucht.— Da ein Reallehrer nicht zu finden war, ſo übernahmen proviſoriſch gegen Remuneration die Stunden: Mitprediger Schönfeld, Fräulein Römer und Zaun, Reallehrer Soldan*) und der Leiter der Schule ſelbſt.“ Mit dem Reallehrer Soldan zieht der erſte akademiſch gebildete Lehrer, der nicht Theologe war, in das Kollegium der damals gklaſſigen Schule ein.
„Durch das am 1. Januar 1875 in Kraft tretende neue Schulgeſetz im Großherzogthum Heſſen gewinnt die Höhere Mädchenſchule Ausſicht, als höhere Lehranſtalt gleich den Realſchulen anerkannt zu werden.“ Die Kreisſchulkom⸗ miſſionen wurden neu gebildet, und der bisherige Leiter der Anſtalt trat am 1. Dezember 1874, nachdem er 24 Jahre lang— davon 23 Jahre in der erſten Klaſſe— als Lehrer gewirkt, von der Leitung zurück, um das Amt des Kreis⸗ ſchulinſpektors zu Darmſtadt zu übernehmen.
Die Stelle des Dirigenten der höheren Mädchenſchule wurde nun dem Mitprediger F. Schönfeld proviſoriſch übertragen, unter deſſen Leitung am 5. April 1875 die zweite Fortbildungsklaſſe errichtet wiide⸗ ſodaß Oſtern 1875 die Schule 10 aufſteigende Jahreskurſe hatte. Nachdem der proviſoriſche Leiter am 16. Sept. 1875 zum Lehrer an der Realſchule in Darmſtadt ernannt worden war, verſah derſelbe nebenbei die„Funktionen des Dirigenten bis zu dem Tage der Einführung des neuernannten Direktors Dr. R. Wulckow aus Danzig am 7. Oktober 1876“.
*) Jetzt: Miniſterialrat Soldan.
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