Woll'n uns emſig regen,
Und voll Eifer müh'n,
Daß die deutſchen Lande,
Wie vor Zeiten blühn. Ruft das Vaterland, Stehn wir Hand in Hand.
Mein Städtchen.
Eigene Melodie. Dort, wo der Malchen hoch ſich reckt, Von deutſchen Eichen dicht bedeckt, Wo auf den dunkelgrünen Höh'n Im reichen Kranz die Burgen ſtehn, Liegt einer lichten Perle gleich, :,: Mein Städtchen in dem grün' Gezweig:,:
Zieht gar der Frühling in das Land, Wie webt er dir ein Brautgewand,
Im zarten Schnee der Hänge Blüh'n, Im weichen Rot der Mandel Glühn, Liegt einer lichten Perle gleich,
,: Mein Städtchen in dem grün' Gezweig:,:
Gar wonneſam zur Roſenzeit
Iſt dort ein Blühen weit und breit, In blendend Weiß, im Roſenrot,
Im Dunkel, das wie Purpur loht,
Liegt einer lichten Perle gleich,
,: Mein Städtchen in dem grün' Gezweig,:
Und mitten in dem Sonnenſchein Erklingen luſtge Melodei'n,
Im Droſſelklang, im Finkenſchlag,
Im Vogelſang, im dufgen Hag
Liegt einer lichten Perle gleich,
,: Mein Städtchen in dem grün’ Gezweig:,:
Zur Herbſtzeit, wenn der Wald verglüht, Die Sängerſchar zum Süden zieht,
Im reichen ſüßen Traubenhang,
Im frohen, leichten Winzerſang
Liegt einer lichten Perle gleich,
:,: Mein Städtchen in dem grün’ Gezweig:,:
Zwei Wandrer an dem Waldesrand,
Die Laute nehmen raſch zur Hand,
Im Klingen Singen überall
In friſcher Sänger Lieder Hall
Liegt einer lichten Perle gleich,
:,: Mein Städtchen in dem grün’ Gezweig:,:
Wenn Sonntags dann das Läuten klingt, Vom Tal herauf die Glocke dringt,
Im Lobgeſang zu Gottes Ehr,
Im Jauchzen von dem Walde her, Liegt einer lichten Perle gleich,
,: Mein Städtchen in dem grün’ Gezweig:,:


