Aufsatz 
Denkschrift zur Feier des hundertjährigen Bestehens des Ernst-Ludwigs-Seminars zu Bensheim : Hundert Jahre Seminar. Schülerverzeichnis /
(Nach Urkunden bearb. von [Johannes] Ledroit)
Entstehung
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Valent. Zang 1872 74 Ludwig Stenner 1897 1907 Viktor Kempf 1874 1911 Imman. Gerſtenmaier 1907 12 Jak. Zimmermann 1876 85 Adolf Berthold 1907 1911 unnd 188797 Karl Back 1907 1911 Adam Roos 1876 1911 Heinrich Lahr 1911 1912 Johann Nicolai 1881 1898 Wilh. Dexheimer Balthaſar Repp 1885 87 Wilh. Oſtheim 8

Heinrich Michel 1890 1911 Karl Müller Heinrich Dillmann 1897 1907 Frl. Mathilde Tafel Leonhard Heß 1898 99

Perſonal des Seminars.

Der Wechſel im Dienſtperſonal des Seminars iſt im Laufe der Zeiten ſo groß, daß eine Statiſtik hierüber Raumverſ ſchwendung wäre. Nament⸗ lich von den Dienſtmädchen kann man ſagen:Das einzig Beſtändige iſt der Wechſel. Sogar in den erſten Jahren des Beſtehens der Anſtalt iſt das der Fall, die Dienſtmädchenfrage alſo ſelbſt in der guten alten Zeit eine kritiſche.

Auch die männlichen Bedienſteten, bald Hausdiener, bald Hausknecht genannt, wechſeln oft. Nur wenige blieben längere Zeit, ſo:

Johann Meyer 182127,

Lorenz Strauch 1833 40, Nikolaus Dittmeier 184244, Konrad Schröck 1845 58 und Joſeph Senger 1870 74.

Mit dem Dienſtantritte des Seminardieners Heinrich Werle, der ſeit Auguſt 1874 dem Seminar angehörte, traten endlich beſſere Verhältniſſe ein. Er blieb am längſten von allen in den hundert Jahren und kam 1882 auch in das feſte Angeſtelltenverhältnis als Pedell. Sein freund⸗ liches Entgegenkommen und ſeine Originalität blieben den Seminariſten ſtets eine liebe Erinnerung. Im Oktober 1908 ward er in den wohlver⸗ dienten Ruheſtand verſetzt. Ihm folgte von 190811 Joſeph Gander als Pedell. Seit 1911 teilen ſich Heinrich Wehling und der geprüfte Spenglermeiſter Johann Klober, letzterer als Heizer, in die Geſchäfte im neuen großen Gebäude. Die 1920 erlaſſene neue Gehaltsordnung brachte beiden den Titel Amtsgehilfe.

Die Seminarküche.

Eine der ſchwierigſten Fragen in der Verwaltung des Seminars war die der Seminarküche.

Vom Jahre 182125 ließ die Direktion die Küche durch den Hilfs lehrer Oechslein verwalten. Von dem Jahre 1825 ab übernimmt dieſer alsEntrepreneur die Küche ganz ſelbſtſtändig und figuriert in den Büchern alsKoſtgeber.

Nach ſeinem Tode, im Jahre 1828, übernimmt ſeine Witwe die Führung des Seminarhaushaltes. Ihre Nachfolgerin wird 1831 eine Witwe Brettel. Sie verwaltet die Küche auch ſelbſtſtändig bis zum Jahre 1844 ſcheinbar zur Zufriedenheit der Inſaſſen des Seminars. Von 184555 führt eine Frau Franziska Henrich geb. Feiſt den Haus⸗ halt, ohne daß wir von Klagen hören.