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nach Lich verſetzt wurde, ebenfalls Oſtern 15 Lehramtsaſſeſſor Wilhelm
Roth von der Realſchule in Lauterbach, der aber von Mai 15 bis Februar
16 auch einberufen wurde, Seminarlehrer Georg Schwinn aus Darmſtadt
von Januar bis Dezember 16 und Lehrer Friedrich Page in
Darmſtadt, der von 16 ab längere Zeit hier weilte. Neu kam dauernd
herhen Schulgehilfe Richard Mager zu Darmſtadt als Zeichenlehrer im ai 1916.
Wir ſehen, die der Direktion zur Verfügung ſtehenden Lehrkräfte waren nur noch wenige und dieſe mußten dann auch recht viele Unter⸗ richtsſtunden übernehmen.
Dazu kamen auch noch einige ſtörend wirkende Verſetzungen, wie die des Lehramtsaſſeſſors Roth an das Gymnaſium in Bensheim Oſtern 17 und des Hilfslehrers Dofel im Herbſt 18, der nach Mainz kam; an ſeine Stelle trat Schulverwalter Adam Winkler in Alsfeld. Am meiſten aber ſtörte in jener bewegten Zeit der häufige Wechſel in der Direktion. Bereits im Sommer 17 mußte Direktor Geiger in Rückſicht auf ſeine geſchwächte „Geſundheit durch Prof. Lenhart und Kreisſchulinſpektor Dr. Hermann Bach vertreten werden. Am 17. Dezember 17 trat Direktor Geiger in Ruheſtand und ſtarb bald darauf am 1. Januar 1918 in Darmſtadt. „Seine Amtszeit iſt in hervorragender Weiſe gekennzeichnet durch den unter ſeiner tatkräftigen Mithilfe entſtandenen Neubau“.
Nachfolger wurde ſein ſeitheriger Vertreter Dr. Bach, der aber ſchon am 9. März 1918 als vortragender Rat ins Miniſterium berufen ward.
Zum Direktor des Seminars wurde dann Kreisſchulinſpektor Chriſtoph Glückert von Mainz ernannt, der bald erkrankte und durch Prof. Lenhart längere Zeit vertreten wurde.
Kehren wir nach dieſer Abſchweifung wieder zu den Einwirkungen des Krieges auf dem Seminarbetrieb zurück.
Noch größer als die Zahl der Einberufungen unter den Lehrern war natürlich die der Seminariſten.
Gleich im Auguſt 14 wurde in Rückſicht hierauf die erſte Notprüfung abgehalten. Und nun erfolgte entſprechend dem Weitergreifen der Heeres⸗ verwaltung im Erſatze Notprüfung auf Notprüfung, wie Näheres aus dem Schülerverzeichnis zu erſehen iſt.
Im Herbſt 16 waren infolgedeſſen in der II. Klaſſe nur noch 3 und in der III. Klaſſe nur noch 10 Schüler, von denen die einen Weihnachten 16 und die anderen Oſtern 17 dem Seminar in Alzey überwieſen wurden. Von den einberufenen Seminariſten erlitten, wie auch aus dem Schüler⸗ verzeichnis zu erſehen iſt, viele den Heldentod Ehre und Ehrfurcht ſei auch hier ihrem Andenken gezollt. Zwei Gedenktafeln werden ihre Namen und die der früheren Schüler, die im Weltkriege fielen, der Nachwelt erhalten.
Doch noch in anderer Beziehung wirkte der Krieg hemmend auf den Unterrichtsbetrieb, da ſchon im Auguſt 14 ein Reſervelazarett im Seminar eingerichtet und ihm der größte Teil unſerer Räumlichkeiten überwieſen wurde. Es blieb bis April 18 hier.
Die Mannſchaften eines in Bensheim einquartierten thüringiſchen Erſatz⸗ Bataillons benutzten Schulhof und Spielplatz einige Zeit als Exerzierplätze. Wie in anderen Lehranſtalten leiſteten unſere Seminariſten Hilfsdienſt in der Landwirtſchaft, trugen Verwundete von der Bahn in die Lazarette und ſammelten Buchenkerne, Laubheu, Theekräuter, Obſtkeyne, Waldgemüſe und Pilze für die Küche uſw.


